Wer löst die letzten beiden Tickets für das Achtelfinale?

Leverkusen hofft in Gruppe D auf eine Überraschung gegen Juventus und einen zeitgleichen Ausrutscher von Atletico Madrid. In Gruppe C hoffen gleich drei Teams auf Platz zwei.

Aleksandar Dragovic stand am Samstag gegen Schalke seinen Mann in der Leverkusener Abwehr. Gut möglich, dass der ÖFB-Kicker auch heute im Schlager gegen Juventus zum Einsatz kommt.
© gepa

Innsbruck – Julian Baumgartlinger, Aleksandar Dragovic und Co. dürfen vor dem Gruppenfinish der Champions League noch vom Achtelfinal-Aufstieg träumen. Die Ausgangssituation für Bayer Leverkusen ist aber schwierig. Selbst muss der deutsche Bundesligist die Mammutaufgabe Juventus Turin am Mittwoch (21.00) erfolgreich lösen, zudem darf Atletico Madrid nicht gegen Lok Moskau gewinnen.

„Die Chance ist da, und wir wollen sie nutzen“, betonte Bayer-Chefcoach Peter Bosz. Zugute könnte Leverkusen kommen, dass Juve den Gruppe-D-Sieg bereits fix in der Tasche hat und daher Spieler schonen könnte. Zudem lief es in der Serie A zuletzt für den italienischen Rekordmeister nicht nach Wunsch. Nach einem 2:2 gegen Sassuolo und mit einem 1:3 bei Lazio Rom der ersten Liga-Saisonniederlage wurde die Serie-A-Tabellenführung an Inter Mailand verloren. Das Heimspiel gegen Udinese am Sonntag ist daher für die von Maurizio Sarri gecoachte „Alte Dame“ rund um Superstar Cristiano Ronaldo sehr wichtig.

Fünf Siege geben Selbstvertrauen

Für Leverkusen lief es demgegenüber zuletzt nach Wunsch. Die Deutschen sind sechs Pflichtspiele unbesiegt und feierten dabei fünf Erfolge. Zwei extrem wichtige davon gab es jüngst in der Liga mit jeweils 2:1 gegen Bayern München und Schalke 04, mit denen der Vorstoß auf Rang sechs einherging. „Wir haben einen Lauf. Wir wollen Juventus schlagen und ein tolles Spiel liefern“, sagte Sport-Geschäftsführer Rudi Völler. Das gelang Leverkusen in der Saison 2001/02. Damals wahrte man im fünften Spiel der damaligen Zwischenrunde mit einem 3:1-Heimsieg gegen Juve die Chance auf den Aufstieg und kam in der Folge bis ins Finale.

Champions League - 6. Spieltag, Mittwoch

Gruppe A

21.00 Uhr: Club Brügge - Real Madrid (live DAZN)

21.00 Uhr: Paris St. Germain - Galatasaray Istanbul (live DAZN)

Gruppe B

21.00 Uhr: Bayern München - Tottenham Hotspur (live Sky)

21.00 Uhr: Olympiakos Piräus - Roter Stern Belgrad (live DAZN)

Gruppe C

21.00 Uhr: Schachtar Donezk - Atalanta Bergamo (live DAZN)

21.00 Uhr: Dinamo Zagreb - Manchester City (live DAZN)

Gruppe D

21.00 Uhr: Bayer Leverkusen - Juventus Turin (live DAZN)

21.00 Uhr: Atletico Madrid - Lok Moskau (live DAZN)

Alle Spiele in der Konferenz auf Sky.

Baumgartlinger und Dragovic könnten am Mittwoch ihren Beitrag leisten, zuletzt standen sie in der Startformation. Ein Leverkusen-Aufstieg würde ein starkes Comeback veredeln, nachdem man mit drei Niederlagen zu Beginn einen klassischen Fehlstart hingelegt hatte. „Natürlich wäre der Aufstieg eine dicke Überraschung“, war sich Mittelfeldspieler Charles Aranguiz bewusst. Atletico hat nämlich vor der letzten Runde alles in der eigenen Hand. Im Estadio Wanda Metropolitano soll gegen Lok Moskau alles klargemacht werden. Sollte Leverkusen nicht gewinnen, könnten sich die Spanier auch eine Niederlage leisten. Bei Punktegleichheit würde der direkte Vergleich für Atletico sprechen. Das Team von Coach Diego Simeone durchlebt jedenfalls aktuell nicht die beste Zeit, ist mittlerweile vier Pflichtspiele sieglos und hat dabei nur einen Treffer erzielt.

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Dilaver hofft mit Dinamo Zagreb

Auch in der Gruppe C hat mit Dinamo Zagrebs Emir Dilaver noch ein Österreicher Chancen aufs Weiterkommen. Dort geht es noch enger zur Sache. Hinter dem schon aufgestiegenen Leader Manchester City kämpfen Schachtar Donezk (6), Zagreb (5) und Atalanta Bergamo (4) um den zweiten Aufstiegsplatz. Donezk hat Bergamo zu Gast, Zagreb hat gegen ManCity Heimvorteil.

Im Mittwoch-Schlager Bayern München gegen Tottenham Hotspur geht es nur noch ums Prestige. Der noch makellose deutsche Meister, der das „Hinspiel“ in London 7:2 gewann, ist fix Gruppe-B-Erster, der Champions-League-Finalist von 2019 ist fünf Zähler dahinter abgesicherter Zweiter. Die Bayern wollen nach zwei 1:2-Liganiederlagen in Folge auf europäischer Ebene zurück in die Spur finden. Im Parallelspiel reicht Roter Stern Belgrad bei Olympiakos Piräus ein Remis, um als Dritter in die Europa League umzusteigen.

Auch in Pool A ist nur noch der Kampf um Rang drei interessant. Sowohl Club Brügge (3/gegen Real Madrid) als auch Galatasaray Istanbul (2/bei Paris St. Germain) stehen allerdings vor schwierigen Aufgaben. PSG ist nach vier Siegen und einem Remis der Gruppensieg nicht mehr zu nehmen. (APA)


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