Platter zu BBT-Zulaufstrecken: „Beschämend für Deutschland und die EU“

Es war ein erstes Abtasten. Doch im Gespräch mit der neuen EU-Verkehrskommissarin Adina Valean nahm Tirols Landeshauptmann Günther Platter (...

LH Günther Platter (2. v. r.) – hier mit EU-Parlamentarierin Barbara Thaler (3. v. r.) – stellt Kommissarin Adina Valean den interimistischen Leiter des Euregio-Büros in Brüssel, Simon Lochmann, vor.
© HorstWagner.eu

Es war ein erstes Abtasten. Doch im Gespräch mit der neuen EU-Verkehrskommissarin Adina Valean nahm Tirols Landeshauptmann Günther Platter (VP) gestern in Brüssel einmal mehr die Europäische Union in die Pflicht: Die Korridormaut auf der Brennerachse, eine Obergrenze bei den Lkw-Fahrten und mehr Druck bei den Zulaufstrecken zum Brennerbasistunnel in Bayern und in Südtirol/Trentino seien endlich notwendig, damit Tirol vom Transit entlastet werde. „Die Lkw-Obergrenze könnte nach den Zielen des EU-Weißbuchs zum Verkehr realisiert werden", ist Platter überzeugt. Die aus Rumänien stammende Verkehrskommissarin hat wie ihre Vorgänger „Verständnis für die Tiroler Anliegen" und wird sich in den nächsten Monaten vor Ort ein Bild machen. Auch vom Fortschritt beim Brennerbasistunnel.

Dass bei den Zulaufstrecken vor allem in Bayern nichts weitergeht, bezeichnet Platter als beschämend für Deutschland („Dort ist man trotz bilateraler Verträge 20 Jahre hinten"), aber auch für die EU. „Weil Brüssel den Tunnel mit Milliarden mitfinanziert."

Die Präsidentenkonferenz der Aktionsgemeinschaft Brennerbahn in München endete am Mittwoch wieder einmal mit Stehsätzen aus Bayern zur zweigleisigen Neubaustrecke im bayerischen Inntal. (pn)


Kommentieren


Schlagworte