Hilfe für Tshumbe hat Zukunft: Tirolerin unermüdlich im Einsatz

Unermüdlich ist Manuela Erber-Telemaque aus Going im Kongo im Einsatz. Heuer reisten drei Volontäre nach Afrika, um die 27-Jährige in der Krankenstation, dem Kindergarten und der Schule zu unterstützen.

Die drei Volontäre genossen die Zeit in Tshumbe mit einem kleinen Teil der Bewohner.
© Zukunft für Tshumbe

Von Michael Mader

Going a. W. K. –Manuela Erber-Telemaque ist wieder zurück aus Afrika: Die Obfrau des Vereins „Zukunft für Tshumbe“ berichtet von einem Jahr, in dem extrem viel los war. Schon seit mittlerweile sieben Jahren setzt sich die 27-Jährige für die Menschen in Tshumbe in der Demokratischen Republik Kongo ein. „Zu Beginn dachte ich oft darüber nach, etwa ein Medizinstudium zu beginnen, um den Menschen noch mehr helfen zu können. Doch die Zeit dafür hatte ich einfach nicht. Inzwischen weiß ich, dass es besser ist, Fachkräfte vor Ort zu engagieren. Das bereichert nicht nur unsere Projekte, sondern gibt diesen Menschen Arbeit“, berichtet die junge Goingerin.

Mittlerweile arbeiten für die Projekte 62 Mitarbeiter, 247 Kinder besuchen den Kindergarten und die Grundschule und in der Krankenstation konnten Hunderte Patienten behandelt werden. Alles wurde durch Spendengelder verwirklicht. „Wir haben zwei Großprojekte laufen und konnten noch ein Grundstück von 60 Hektar dazukaufen“, erzählt Erber-Telemaque. Darauf sollen eigene Lebensmittel angebaut werden, ein Teil davon auch verkauft werden. Zudem wird gerade ein Zentrum für Training, Beratung und lokale Zusammenarbeit sowie ein zweites Schulgebäude errichtet.

Vereinsobfrau Manuela Erber-Telemaque bei der Geburt einer weiteren Manuela.
© Zukunft für Tshumbe

Unterstützung bekam die Vereinsobfrau heuer im Sommer für fünf Wochen von drei Volontären: Carmen Egger, Architekturstudentin aus Rietz, machte es sich zur Aufgabe, einen Masterplan des gesamten, mittlerweile 74 Hektar großen Areals zu erstellen. Weitere Ziele waren auch der Bau eines Spielplatzes, das Miteinbeziehen traditionellen Handwerks zur Herstellung lokaler Möbel aus Naturmaterialien und Unterstützung bei der Konstruktion der neuen Gebäude.

In der Krankenstation war der Kitzbühler Fabian Pinsker für eine Kampagne in Kooperation mit der internationalen Organisation „One Dollar Glasses“ verantwortlich. Er bildete die Krankenpfleger vor Ort für die Sehtests aus, damit diese auch in Zukunft selbstständig Brillen anpassen können. Neben der Abklärung der Sehstärke gab Pinsker, der bald sein Medizinstudium abschließen wird, auch wichtiges Wissen für die Krankenstation über allgemeine Diagnostik, Hygiene, Verwendung des Ultraschallgerätes, Wundversorgung, allgemeine therapeutische Vorgehensweisen etc. weiter.

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Die Fieberbrunner Logopädin Magdalena Trixl reiste heuer zum dritten Mal als Volontärin nach Tshumbe und entwickelte gemeinsam mit den Pädagogen vor Ort ein Konzept für gebärdenunterstützten Unterricht, da auch zwei gehörlose Kinder und Kinder mit anderen Beeinträchtigungen unterrichtet werden.

Sie konnte sich von den vielen Fortschritten seit 2015 und 2018 überzeugen und war besonders erfreut darüber, was die Pädagogen bereits im Alltag an Gelerntem erfolgreich einsetzen.

„Da in Tshumbe durch die herzliche Art der Menschen sehr schnell Beziehungen und Freundschaften, ja richtiggehend ein familiäres Verhältnis entsteht, fiel es sehr schwer, die lieb gewonnenen Kollegen und Kinder wieder zu verlassen“, ziehen die drei Volontäre Bilanz.

Wer den Verein unterstützen möchte: Das Spendenkonto bei der Sparkasse Kitzbühel lautet auf „Zukunft für Tshumbe“ IBAN: AT72 2050 5001 0001 3986.

Die Fieberbrunnerin Magdalena Trixl bei der Lehrerfortbildung.
© Zukunft für Tshumbe

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