„Mama Lauda“ bis Ibiza: Das wollten wir 2019 von Google wissen

Was haben Heinz-Christian Strache, Baby Sussex, das iPhone 11 und Heidi Klum gemeinsam? Ein Blick auf die Google-Trends des Jahres 2019 verrät es.

Das Jahr 2019 war innenpolitisch stark geprägt – das schlug sich auch in der Google-Suche nieder. „Strache" ist in Österreich der meistgesuchte Begriff des Jahres.
© Montage: TT

Innsbruck — Die Politik des Jahres 2019 inklusive Ibiza-Skandal spiegelt sich auch in der Google-Suche wieder. „Strache" ist der meistgesuchte Begriff des Jahres — in den Top 10 eingefunden haben sich aber auch die Schlagworte Böhmermann, Kurz, Nationalratswahlsowie die EU-Wahlergebnisse.

Top 10 Suchbegriffe in Österreich

  • Strache
  • Notre Dame
  • Dominic Thiem
  • EU-Wahlergebnisse
  • iPhone 11
  • 30 Jahre Mauerfall
  • Nationalratswahl
  • Julen
  • Böhmermann
  • Kurz

Tragische Schicksale — national und international

Google rankte auch die heimischen Aufreger und Schicksale. Ganz vorne mit dabei sind hier — wenig überraschend — das besagte Ibiza-Video und der Misstrauensantrag gegen Sebastian Kurz (ÖVP). Auch scheint der Name von Eishockeytorwart Florian Janny auf, dessen schreckliches Schicksal viele im Land bewegte. Der 24-Jährige war eines der Todesopfer des Fünffachmordes in Kitzbühel Anfang Oktober.

Auch das Ableben prominenter Persönlichkeiten sorgt jedes Jahr für großes Suchinteresse. Großen Anteil nahmen die Österreicher an den Abschieden von National-Held Niki Lauda und dem Tiroler Ausnahme-Alpinisten David Lama, der am 16. April in Kanada bei einem Lawinenunglück ums Leben kam. Auch sein Begleiter, der Haiminger Hansjörg Auer, starb.

VIDEO: Wolfgang Fasching-Kapfenberger von Google Österreich erklärt, wofür sich die Österreicher am meisten im Jahr 2019 interessiert haben.

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International gesehen zog der Tod von Modezar Karl Lagerfeld im Februar die meisten Suchanfragen nach sich. Themen, die über die rot-weiß-rote Grenze hinaus gingen und beschäftigten, waren der Vermisstenfall der 15-jährigen Rebecca Reusch, die Bombenanschläge mit 253 Toten in Sri Lanka am Ostersonntag und das Treiben der schwedischen Klima-Aktivistin Greta Thunberg. Auf Platz sechs und neun der internationalen Chronik-Meldungen landeten der jüngste britische Royal-Spross („Baby Sussex") sowie Heidi Klums Hochzeit mit Tom Kaulitz.

Überrascht war das österreichische Google-Team laut Aussendung vor allem darüber, dass es der Brexit nicht in die Top Ten geschafft hat. In der Technik-Sparte führte an Apples iPhone 11 (Pro) kein Weg vorbei. Aber auch Huawei, der Streamingdienst Disney+ und Teslas umstrittener Cybertruck sicherten sich einen Platz in den Top 10.

„Year in Search": Gesammelte Ergebnisse

  • Der Google-Jahresrückblick mit allen Österreich-Rankings im Detail: go.tt.com/2P9Wggg

Fragen von banal bis kurios

Wie immer listet der Jahresrückblick Suchmaschine auch die populärsten Was- und Wie-Fragen auf. „Es ist ein Spiegel der Gesellschaft", konstatierte Wolfgang Fasching-Kapfenberger, Pressesprecher von Google Austria. Mit den Fragen Wer steckt hinter Ibiza-Video und Was macht Strache jetzt ist der ganze Polit-Wirr-Warr auch in diesen Rankings vertreten. Viele fragten sich auch: Was soll ich wählen?

Traditionell ziehen die Österreicher die Google-Suche allen voran für Alltagsfragen à la Wie wird das Wetter heute, Wie spät ist es oder Was soll ich kochen zu Rate. Spezifischer wird's da schon mit der Frage Was macht Ingwer scharf, welche die „W"-Fragen-Liste auch anführt. Viele wollten auch wissen, wie denn die Mutter von Niki Lauda nun wirklich heißt.

Ungewöhnliche Suchanfragen

  • Was macht Ingwer scharf?
  • Wie heißt die Mutter von Niki Lauda?
  • Was macht Strache jetzt?
  • Wie heißt der Sohn von Marcel Hirscher?
  • Was bedeutet LOL?
  • Was soll ich wählen?
  • Was schenkt man zur Erstkommunion?
  • Wer schafft die Arbeit?
  • Wo wurde die Pummerin gegossen?
  • Wo liegt Andorra?

Google schaffte 2019 (hoffentlich) auch Abhilfe bei diesen Problemen: Abnehmen — aber wie, Blasenentzündung — was tun, Was hilft gegen Sonnenbrand und Was tun gegen Sodbrennen. Doch nicht auf alle Fragen hat die Suchmaschine auch eine Antwort parat. Wie heißt der Sohn von Marcel Hirscher? wollten unzählige Nutzer wissen. Im Oktober 2018 kam der Bub zur Welt, seinen Namen gab die Familie Hirscher nicht bekannt. „Viele der Fragen sind auch Millionenshow-Fragen", erklärte Fasching-Kapfenberger.

„Year in Search" nennt der Internetriese Google seine immer zum Jahresende veröffentlichte Liste der Suchbegriffe, die die Interessen der Nutzer am besten widerspiegeln soll: Abgebildet werden nicht die Suchen mit den absolut meisten Anfragen, sondern diejenigen mit dem prozentual größten Zuwachs („trending terms"). Konkrete Zahlen, wie häufig ein Begriff abgerufen wurde oder in welchem Ausmaß er zulegte, werden von Google nicht veröffentlicht. (tst)


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