Großbaustelle in der Sillschlucht: Fluss wird um acht Meter verlegt

Die BBT-Gesellschaft errichtet ab April im Innsbrucker Naherholungsgebiet die Zulaufstrecke zum Brennerbasistunnel. Das Projekt umfasst mehrere Teile.

Ein Blick in die Zukunft: Die zweigleisige Zufahrtsrampe wird der westlichen Schluchtwand entlang durch die Sillschlucht führen.
© BBT Brenner Basistunnel SE

Von Thomas Hörmann

Innsbruck –Die Brennerbasistunnel-Gesellschaft (BBT) hat jetzt Details zur Großbaustelle in der Sillschlucht bekannt gegeben. Und die beinhalten auch eine gute Nachricht für Spaziergänger und sonstige Ausflügler: „Der südliche Teil der Sillschlucht bleibt begehbar“, sagt Hannes Hager, Leiter der BBT-Rechtsabteilung.

Wie bereits berichtet, errichtet die BBT-Gesellschaft ab April im Innsbrucker Naherholungsgebiet die Zulaufstrecke zum Brennerbasistunnel. Ein Großprojekt, das mehrere Teile umfasst: zwei Tunnel (durch den Bergisel und den Viller Berg), zwei Eisenbahnbrücken über die Sillschlucht und eine bis neun Meter hohe Zufahrtsrampe am Westufer der Sill. Dazu kommt, dass der Fluss um acht Meter nach Osten übersiedelt wird. Für die Sill kein Neuland – dort verlief auch früher schon das Flussbett. Die Verlegung ist nötig, um Platz für die Zufahrtsrampe zu schaffen, die sich an die westliche Schluchtwand schmiegen wird.

Insgesamt investiert die BBT-Gesellschaft in der Sillschlucht 64 Millionen Euro, die Bauarbeiten werden vier Jahre dauern. In diesem Zeitraum ist der nördliche Teil der Schlucht für Passanten nicht zugänglich. Sehr wohl aber der südliche Abschnitt – über einen Weg, der von der Viller Straße (Höhe Kraftwerk) in die Sillschlucht führen wird, aber noch ausgebaut werden muss. Auch der Panoramaweg wird durchgehend ohne Einschränkungen passierbar sein.

Zum Schluss noch ein Tipp für Baustellen-Kiebitze: Wer sich für das Großprojekt interessiert, hat ab April einen perfekten Überblick vom Bergisel aus.


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