Post sucht im Innsbrucker O-Dorf weiter nach Partner

Wie berichtet schließt die Postfiliale im Innsbrucker O-Dorf kurz nach dem Jahreswechsel. Die Post will sich nach Angaben eines Sprechers ab...

Wie berichtet schließt die Postfiliale im Innsbrucker O-Dorf kurz nach dem Jahreswechsel. Die Post will sich nach Angaben eines Sprechers aber nicht aus dem Stadtteil zurückziehen, sondern sucht nach einem Partner. Die Stadtpolitik reagiert unterdessen mit Entrüstung.

„Schuld" am Ende der Filiale ist das Ende der Kooperation zwischen Post und Bawag — weshalb die Post jetzt ausziehen muss. „Wir ziehen uns nicht zurück und suchen nach einem Partner. Leider ist es in diesem Fall nicht gelungen, einen fließenden Übergang zu schaffen", sagt Post-Sprecher Michael Homola. Man arbeite aber daran.

Nachdem FI-GR Christoph Kaufmann schon sein Unverständnis über die Schließung kundgetan hat, kam gestern auch von anderen Parteien in der Stadtpolitik herbe Kritik.

„Es ist tatsächlich schleierhaft, wie man einem 9000-Einwohner-Stadtteil einfach das Postamt nimmt und vor der Schließung nicht einmal einen Vertragspartner sucht", erklärt SPÖ-Stadtparteiobmann Benjamin Plach. Man wolle darauf drängen, dass die Versorgung sichergestellt ist. Dies sei die Folge der Privatisierung unter der seinerzeitigen ÖVP/FPÖ-Bundesregierung.

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Für die FPÖ ist die Schließung „nicht hinnehmbar", wie KO Markus Lassenberger in einer Aussendung erklärt. „Es ist der Bevölkerung nicht zumutbar, entweder in die Stadt zu fahren oder einen Postpartner mit eingeschränkten Diensten aufzusuchen", sagt Lassenberger. Die ÖVP weist die Kritik von FI und SPÖ an der Verantwortung der damaligen Bundesregierung zurück. „Wir sahen und sehen jeden Schließung besonders kritisch", sagt KO Christoph Appler. (mw)


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