Imster Gemeinderat: „Viele Fragen gestellt, wenige Antworten erhalten“

Der Imster Gemeinderat wird ungeduldig in Sachen Hochwasserschutz. Die Machbarkeitsstudie für die Bergbahnen gibt es auch erst im Jänner.

Der Großteil der 29 Tagesordnungspunkte am Dienstagabend ging einstimmig über die Bühne.
© Paschinger

Von Alexander Paschinger

Imst –Es ist schon mehr als eine Geduldsprobe für die Imster Bürgervertreter: der Hochwasserschutz entlang des Piger. Denn Bürgermeister Stefan Weirather musste erneut berichten, dass sich die Präsentation der notwendigen Maßnahmen weiterhin verzögert. Auch in einer zweiten Frage heißt es Geduld zu bewahren: Die für Weihnachten angekündigte Machbarkeitsstudie für die Imster Bergbahnen wird doch erst im Jänner erwartet. Hier müss­e noch ein­e Vorprüfung der Abteilung Umweltschutz des Amtes der Landesregierung abgewartet werden.

Vor zwei Wochen hatte Weirather den Termin bei der Abteilung Wasserbau zum Hochwasserschutz: „Ich habe dabei viele Fragen gestellt, aber nur wenige Antworten erhalten“, schilderte der Stadtchef dem Gemeinderat. Die Zahlen liegen auf dem Tisch – eben dass nur 109 statt der 133 m³ Wasser pro Sekunde im Extremfall den Piger Richtung Inn abfließen müssen. Auch die Überflutungsflächen kenne man. „Aber die Frage ist, wie viel kommt aus dem Gurgltal, wie lange muss es regnen, wie schaut die zeitliche Entwicklung der Hochwasserwelle aus?“, so der Bürgermeister. Diese Fragen „müssen von den Fachabteilungen beantwortet werden können“. Erst dann könnten Maßnahmen und alle Fakten dem Gemeinderat vorgestellt werden.

Vize-BM Gebi Mantl macht­e seinem Unmut Luft und betonte die steigende Ungeduld bei diesem wichtigen Thema: „Jetzt rennen wir den Zahlen seit Jahren nach und bekommen noch immer keine konkrete Auskunft – irgendetwas muss da schieflaufen.“

Genehmigt wurden dagegen 20.000 Euro Honorar für die Machbarkeitsstudie bezüglich der Imster Bergbahnen. Dabei geht es einerseits um die Sanierungsmöglichkeiten, aber auch um die Frage, wie und um wie viel eine Bahn von der Stadt bis hinauf auf das Joch gebaut werden könnte. „Die Ausarbeitung über den Status quo liegt so weit vor“, erklärte Weirather. Allerdings gelte es nun noch eine Vorprüfung der großen Neubau-Idee durch die Abteilung Umweltschutz abzuwarten. Diese beschäftigt sich derzeit mit der Frage, ob ein Lift von der Innenstadt aus überhaupt – angesichts des Landschaftsschutzgebietes Rosengartenschlucht – ein­e Chance auf Bewilligung hätt­e.

GR Helmuth Gstrein (IFI) kritisierte, dass dem Gemeinderat noch keine Planungen vorliegen. Das, verwies der Stadtchef auf die laufende Vorprüfung, „hat wenig Sinn, solange man nicht weiß, ob K.-o.-Kriterien vorliegen“.


Kommentieren


Schlagworte