Aus Psychiatrie entflohen: Bewaffneter wollte Auto mit Kindern entführen

Ein Vater will gerade seine Kinder im Pkw anschnallen, als plötzlich ein mit einem Messer bewaffneter Mann das Auto an sich reißen will. Der Mann ist krank und gerade aus der Psychiatrie ausgebrochen. Geistesgegenwärtig verhindert der Vater Schlimmeres.

(Symbolbild)
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Krefeld – Ein mit einem Messer bewaffneter Patient ist aus der geschlossenen Abteilung einer psychiatrischen Klinik in Krefeld geflohen und hat versucht, ein Auto mit zwei Kindern in seine Gewalt zu bringen. Wie die Polizei in der nordrhein-westfälischen Stadt mitteilte, bedrohte der 23-Jährige am Dienstabend das Personal und erzwang so zunächst seinen Weg ins Freie.

Unmittelbar danach bedrohte er auf dem Klinikparkplatz einen Mann, der seine beiden Kinder in einem geparkten Auto anschnallen wollte. „Geistesgegenwärtig“ habe der Vater diese aus dem Fahrzeug gerissen und dem psychisch kranken Mann sein Auto überlassen, erklärten die Beamten. Der offenkundig verwirrte Patient durchbrach damit die geschlossene Schranke des Klinikgeländes und fuhr davon.

Patient ist polizeibekannt

Dabei wurde er von mehreren Streifenwagen der inzwischen eingetroffenen Polizei verfolgt. Als der Flüchtige kurz darauf anhielt, wurde er überwältigt. Dabei setzten die Beamten nach eigenen Angaben auch Pfefferspray ein.

Der Mann befindet sich nun wieder in dem Krankenhaus, bei dem es sich um eine Ansammlung verschiedener Kliniken für psychische, somatische und psychosomatische Beschwerden handelt. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln nun die Hintergründe des Geschehens, hieß es. Der Patient war demnach polizeibekannt. (dpa)


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