UNO kann Schuld Irans an Angriff auf Saudis nicht bestätigen

Die Vereinten Nationen sind nicht in der Lage, die Verwicklung des Iran in die Drohnen- und Raketenangriffe auf zwei saudi-arabische Ölanlagen im September zu bestätigen. Die UNO könne „nicht unabhängig bestätigen, dass die bei diesen Angriffen benutzten Marschflugkörper und unbemannten Flugzeuge iranischer Herkunft waren“, so UNO-Generalsekretär António Guterres in einem Bericht.

Die UNO-Ermittler hätten zwar Zugang zu den Überresten der bei den Angriffen verwendeten Waffen erhalten, heißt es in dem Bericht zum iranischen Atomprogramm, eine Bestätigung sei aber nicht möglich. Eine Untersuchung des Angriffs dauere an und ein Bericht dazu werde dem UN-Sicherheitsrat vorgelegt, sobald er fertig sei, erklärte Guterres. Bei den koordinierten Angriffen waren zahlreiche Raketen und Drohnen in zwei der wichtigsten Ölanlagen Saudi-Arabiens eingeschlagen.

Zu den beispiellosen Attacken, die vorübergehend die Ölproduktion des Königreichs um die Hälfte einbrechen ließen, bekannten sich die jemenitischen Houthi-Rebellen. Saudi-Arabien, die USA und mehrere europäische Länder machten aber den Iran dafür verantwortlich. Zwar hegen auch Experten Zweifel, dass die Houthi-Rebellen zu solch einem komplexen Angriff fähig sind. Doch wurden bisher keine eindeutigen Beweise für die Schuld des Iran vorgelegt.


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