Wirbel um neues Hoteldorf und alten Schwarzbau in Hopfgarten

FPÖ kritisiert Hoteldorf-Pläne und fordert Aufklärung zu Bodenplatten, die bereits auf der Wiese liegen. Laut Ortschef ein alter Schwarzbau, BH prüft.

Auf der Freiland-Fläche, wo höchstens Holzstadel oder Bienenhäuser errichtet werden dürfen, stehen seit Langem bereits betonierte Bodenplatten in Hausgröße. Auf diesem Areal soll ein Hoteldorf entstehen.
© Privat

Von Max Strozzi

Hopfgarten –In Kelchsau in der Gemeinde Hopfgarten will die Wiener Raiffeisen WohnBau Eins GmbH auf 10.000 Quadratmetern grüner Wiese ein Hoteldorf errichten. Geplant sind 15 Häuser mit insgesamt 180 Betten. Dabei handelt es sich um ein Investorenmodell – das heißt, die Häuser bzw. Wohnungen sollen an reiche Anleger verkauft werden und dann als Unterkunft für Touristen dienen. Über einen Tiroler Immobilienmakler können sich die Anleger bereits vormerken lassen. Wer das Hoteldorf betreiben soll, welche Verpflegungsform es geben wird und wie viele Jobs entstehen – dazu wollten gegenüber der TT weder Raiffeisen noch Bürgermeister Paul Sieberer (ÖVP) Auskunft geben. Kolportiert werden rund 10 Jobs. Zum Vergleich: Ein herkömmliches Viersternehotel mit dieser Bettenzahl bräuchte etwa 40 Mitarbeiter. „Ich stehe positiv zu diesem Hoteldorf und bin zusammen mit dem Gemeinderat bemüht, die touristische Entwicklung voranzutreiben“, sagt Sieberer. Ein Raumordnungsvertrag mit dem Errichter würde „sicherstellen, dass hier keine neuen Freizeitwohnsitze entstehen“.

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