Tiefgarage in Kirchberg wird für Wintersaison einsatzbereit

Die neue Tarifgestaltung sorgte im Kirchberger Gemeinderat für Diskussionen. Preise und Parkdauer waren dabei im Fokus.

Noch gleicht die Tiefgarage im Kirchberger Ortszentrum einer Baustelle, bis zum Start der Saison soll sie aber zumindest geöffnet sein. Nun wurden die neuen Tarife festgelegt.
© Angerer Harald

Von Harald Angerer

Kirchberg i. T. –Geöffnet, aber nicht fertig – so wird sich die Tiefgarage im Kirchberger Ortszentrum in der Wintersaison präsentieren. Sie wurd­e in den vergangenen Wochen saniert und technisch auf den neuesten Stand gebracht. Nun galt es in der Gemeinde­ratssitzung am Mittwoch Abend neue Tarif­e für die Benützung festzulegen. Gar nicht so einfach, denn bereits in der November-Sitzung waren die Gebühren Thema.

Die Bedürfnisse und auch die Interessen sind unterschiedlich. So würden sich die Touristiker mehr unterschiedliche Karten wünschen, für die Gemeinde war aber ein klares Ziel, keinen Tarifdschungel zu produzieren. Die neuen Tarife wurden vom zuständigen Ausschuss ausgearbeitet und um einen weiteren ergänzt. Es gibt die normalen Parkkarte, hier ist die erste Stunde gratis, dann kostet jede weitere halbe Stunde 60 Cent. Das Tagesmaximum wurde bei 10 Euro festgesetzt. Neu dazugekommen ist auf Vorschlag von GR Christian Simair die Wochenkarte, welche vor allem für die Touristiker interessant ist. Damit können die Gäste in der Tiefgarage parken, sie erhalten einen garantierten Stellplatz und können, so oft sie wollen, aus- und einfahren. Die Wochenkarte wurde bei 60 Euro festgelegt. Die Halbjahreskarte kostet 300 und die Ganzjahreskarte 600 Euro, mit „Fließverkehr“. Eine Besonderheit ist das Unterdeck 5, es ist ein abgeschlossener Bereich für Dauerparker, dort kosten die Plätze je nach Größe 1200 oder 1500 Euro jährlich. Hier hat es laut Amtsleiter Kurt Hainbuchner auch bereits Kritik wegen des Preises gegeben.

Zudem habe es von Vermietern den Wunsch nach einer Neun-Tage-Karte oder einer 30-Tage-Karte gegeben. „Wenn wir da jetzt anfangen, haben wir wieder x Tarife, und genau das wollten wir nicht mehr“, sagte dazu Bürgermeister Helmut Berger. Für ihn sind die Preise auch für Urlaubsgäste attraktiv genug. „Der Vorschlag mit der Wochenkarte war gerechtfertigt, aber jetzt würde ich es bei der vorgeschlagenen Struktur belassen“, erklärte der Bürgermeister.

Diskutiert wurde auch, wie viele Halbjahreskarten an Betriebe ausgegeben werden sollen und ob ein Pfand eingehoben werden sollte. Hier legte sich der Gemeinderat auf fünf Karten pro Betrieb und 15 Euro Pfand fest. „Wir müssen jetzt im Winter erst Erfahrungen sammeln, nachbessern können wir dann immer noch“, sagte Bürgermeister Berger.


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