Herzlichen Glückwunsch! Ältester Innsbrucker feiert 105. Geburtstag

Kürzlich feierten zwei besondere Innsbrucker ihren Geburtstag: Hedwig Zegg wurde 101, Wilhelm Hammer sogar 105 Jahre alt. Fleiß und ein gesunder Lebensstil soll die beiden so alt gemacht haben.

Wilhelm Hammer ist mit 105 Jahren der älteste Bürger Innsbrucks.
© IKM/Lercher

Innsbruck – Besondere Glückwünsche durfte Vizebürgermeister Franz X. Gruber im Namen der Stadt Innsbruck zwei besonderen Innsbrucker überbringen: Hedwig Zegg feierte ihren 101. Geburtstag und Wilhelm Hammer seinen 105. Die „Geburtstagskinder“ teilen sich eine Gemeinsamkeit: Beide wohnen noch zu Hause und genießen ihren Lebensabend in ihren eigenen vier Wänden.

„Nicht rauchen und trinken, aber sich bewegen und fleißig sein!“

Wilhelm Hammer ist mit 105 Jahren der älteste Innsbrucker. Zur Feier des Tages gab es ein Glas Sekt. Nur beim Anstoßen mit dem Vizebürgermeister wollte sich der Jubilar nicht fotografieren lassen, weil „die letzten drei Jahre haben Sie mich mit einem Glas Wein fotografiert. Dabei trinke ich normalerweise nicht.“ Denn der Höttinger ist überzeugt, dass sein Motto „nicht rauchen und trinken, aber sich bewegen und fleißig sein“ ihm sein hohes Alter bescherte.

Der in Wien geborene Ingenieur liest täglich seine Zeitung und verfolgt politische, wirtschaftliche sowie gesellschaftliche Geschehnisse und Entwicklungen sehr aufmerksam. Seine Ansichten und Erkenntnisse diskutierte er sehr angeregt mit Vizebürgermeister Gruber. Dieser war sichtlich beeindruckt vom ältesten Innsbrucker Bürger: „Herr Ingenieur, ich muss Ihnen mein Kompliment aussprechen, wie aktiv und aufgeschlossen Sie am Leben in unserer Stadt teilnehmen.“

In der Bauernstube des 130 Jahre alten Hauses begrüßte Hedwig Zegg Vizebürgermeister Franz X. Gruber.
© IKM/Lercher

Mit 101 Jahren im Garten fleißig

1918 wurde Hedwig Zegg in dem Haus in der Riedgasse geboren, in dem sie ihr ganzes Leben verbracht hat und noch heute wohnt. Ihr Leben war nicht immer einfach, starb doch einen Monat nach ihrer Geburt ihr Vater und ihre Mutter zog sie alleine groß. In den 20er- und 30er-Jahren als alleinerziehende Bäuerin eine große Herausforderung, wie die Jubilarin bestätigt: „Ja, das war nicht immer einfach und auch nicht immer schön. Aber wir waren fleißig, haben gearbeitet und nie die Lebensfreude verloren.“

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Bis in die späten 50er-Jahre betrieb Frau Zegg mit ihrem Mann und ihren drei Kindern eine Viehwirtschaft. Nachdem die Einbahn in der Riedgasse kam und die Wege zu den Feldern zu weit wurden, stellten sie auf Obstbau um. Noch heute verbringt Hedwig Zegg viel Zeit im Garten, jätet die Beete und schaut auf die zahlreichen Äpfel-, Birnen- und Zwetschkenbäume. Aber ihre große Leidenschaft gilt der Musik. Besonders stolz ist die 101-Jährige, dass einer ihrer acht Urenkel auf dem Klavier spielt, auf dem sie selbst das Klavierspiel erlernt hat. (TT.com)


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