YouTube-App hat Milliarden-Dollar-Marke geknackt

YouTube hat 2019 durch Käufe in seiner App mehr als 563 Mio. US-Dollar eingenommen. Der Umsatz stieg seit Entstehung der App auf über eine Milliarde Dollar.

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San Bruno, San Francisco — Die mobile App der Google-Tochter YouTube hat im Jahr 2019 durch In-App-Käufe weltweit mehr als 563 Mio. Dollar (etwa 500 Mio. Euro) eingenommen und damit den Umsatz seit ihrer Entstehung auf über eine Milliarde Dollar (900 Mio. Euro) erhöht, wie ein Bericht der Marktanalyse-Firma Sensor Tower ergibt. Nur sechs weitere Anwendungen, die nicht im Bereich Gaming liegen, haben die Milliarden-Dollar-Marke geknackt.

Sensor Tower zufolge muss YouTube trotz dieses Erfolges seine Plattform weiterentwickeln, vor allem was selbst produzierte Inhalte angeht. „YouTube hat nur mit der mobilen App ein Milliarden-Dollar-Geschäft gemacht. Aber um das Wachstum aurechtzuerhalten, muss Google sein Modell für Eigenproduktionen genauer definieren, es befindet sich momentan noch in den Kinderschuhen. YouTube muss gegen neue Konkurrenten wie Disney+ ankommen, um seine Marktposition beizubehalten", heißt es in dem Bericht.

Rekordumsatz von 60 Millionen US-Dollar im Oktober 2019

Im Oktober 2019 hat die YouTube-App einen weltweiten Rekordumsatz von 60 Millionen Dollar (etwa 54 Mio. Euro) gemacht. Im gesamten Jahr 2019 hat die Anwendung ihre Einnahmen im Vergleich zu 2018 mehr als verdoppelt. Die USA sind der wichtigste Markt für die YouTube-App. Von dort stammen 75 Prozent des Umsatzes der App, seitdem sie im Jahr 2015 zum ersten Mal durch das Angebot der Premium-Version YouTube Red Geld machte. Der zweitgrößte Markt für YouTube ist Japan, auf dem dritten Platz liegt Großbritannien.

Nicht nur die mobile App von YouTube verzeichnet ein starkes Wachstum. Googles Musik-App YouTube Music hat im dritten Quartal 2019 ihren Umsatz im Vergleich zum Vorjahreswert um 160 Prozent auf 41,4 Mio. Dollar (etwa 37 Mio. Euro) gesteigert. Neben neuen Konkurrenten wie Disney+ muss sich YouTube laut Sensor Tower aber immer noch gegen etablierte Plattformen wie Twitch bewähren, die ebenfalls Inhalte von Nutzern anbieten. (pte, TT.com)


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