Eder fällt für Heim-Sprint aus, Landertinger fraglich

Das österreichische Biathlon-Team muss beim Heimweltcup in Hochfilzen den krankheitsbedingten Ausfall von Simon Eder im Sprint und der Verfolgung verkraften. Auch Dominik Landertinger schlägt sich mit Erkältungssymptomen herum, über seine Teilnahme im Sprint am Freitag wird nach dem Training am Donnerstagnachmittag entschieden.

„Simon wird auf Sprint und Verfolgung verzichten müssen. Auch Landi hat sich heute nicht wohlgefühlt, er wird aber das Training probieren und dann entscheiden wir, ob er zum Einsatz kommt“, sagte ÖSV-Cheftrainer Ricco Groß am Donnerstag. Die Teilnahme des mit Halsschmerzen kämpfenden Eder, beim Saisonauftakt in Schweden im Einzel als bester Österreicher Zwölfter, in der abschließenden Staffel am Sonntag hielt man sich vorerst noch offen. Darüber werde man erst in den beiden Tagen entscheiden, so Groß. Eders Ersatz im Sprint am Freitag ist David Komatz.

Landertinger hatte am Tag vor dem ersten Rennen Grippesymptome und suchte einen Arzt auf. Sein Antreten scheint damit stark gefährdet. Groß war aber optimistisch, weshalb er auch noch keine mögliche Nachnominierung für den Hochfilzener nennen wollte. „Sein Ersatz ist noch nicht entschieden. Wir gehen momentan davon aus, dass er starten kann.“

Abgesehen von den schlechten Nachrichten aus dem ÖSV-Team präsentierte sich Hochfilzen am Donnerstag tief winterlich und bereit für die sechs Rennen. „Es ist alles angerichtet, wir haben eine Topschneelage und ideale Bedingungen, die die Athleten schätzen“, sagte OK-Chef Franz Berger. Die Grundpräparierung der Strecken sei mit 6.000 Kubikmeter Altschnee aus Depots gemacht worden, hinzu kamen Kunstschnee und zu Wochenbeginn auch noch reichlich Neuschnee.

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Aufgrund der Krankheiten von Eder und Landertinger trägt Julian Eberhard bei den Heimrennen in Hochfilzen noch mehr Last. Dass mit ihm vor allem in seiner Lieblingsdisziplin Sprint zu rechnen ist, hat er beim Weltcup-Auftakt in Östersund mit Rang neun bewiesen. „Das war eine gute Standortbestimmung, das gibt Sicherheit“, betonte Eberhard vor dem Abschlusstraining in Hochfilzen.

In Schweden hätten bei zwei Schießfehlern nur Nuancen auf einen absoluten Spitzenplatz gefehlt. „Vielleicht kann ich das hier nachholen“, meinte der 33-jährige Salzburger, der drei seiner vier Weltcupsiege in der schnellsten Disziplin über 10 km mit nur zwei Schießeinlagen geschafft hat. „Natürlich muss dafür alles passen, man braucht wahrscheinlich zehn Treffer, um ganz vorne dabei zu sein“, wusste der WM-Dritte im Massenstart um die Bedeutung einer fehlerfreien Arbeit am Schießstand.

Im vergangenen Jahr hatte dem Saalfeldener als Sechster im Sprint und Vierter in der Verfolgung nicht viel auf seinen ersten Hochfilzen-Podestplatz gefehlt. Dass Eder und möglicherweise auch Landertinger erkrankt ausfallen, sei natürlich schade. „Je stärker das Team, desto breiter die Brust mit der wir hineingehen. Aber die Situation ist jetzt so, wir werden unser Bestes geben“, so Eberhard.

Ein wichtiger Faktor im Sprint am Freitagnachmittag wird die Startnummer sein, da mit Niederschlag während des Rennens gerechnet wird. Deshalb könnte die Wahl der Startgruppe mitentscheidend sein. „Es wird extrem spannend. Kommt Regen, Schneefall oder bliebt es vielleicht noch aus, wir wollen uns durch unsere Ortskundigkeit bei der Wetterprognose einen Vorteil verschaffen“, erläuterte Eberhard. Die Prognose sei aber schwierig. „Wir glauben zu wissen, wie es wird.“


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