Tausende Hongkonger bei Gedenken an toten Studenten

Tausende Hongkonger haben sich am Donnerstag zum Gedenken an einen 22-jährigen Studenten versammelt, der bei Protesten im November in den Tod gestürzt war. Die Menschen standen Schlange vor dem Ort, an dem ein Gedenkgottesdienst für den Aktivisten Alex Chow abgehalten wurde. Chow sollte am Freitag beigesetzt werden.

Chow war bei gewaltsamen Zusammenstößen mit der Polizei im November unter ungeklärten Umständen in einem mehrstöckigen Parkhaus in den Tod gestürzt. Die Polizei weist jegliches Fehlverhalten im Zusammenhang mit dem Fall zurück und betont, kein Polizist sei während des Sturzes in der Nähe des Opfers gewesen.

In der chinesischen Sonderverwaltungszone hatten vor einem halben Jahr Massenproteste gegen die pekingtreue Führung begonnen, die teilweise in Gewalt mündeten. Die Demokratiebewegung in Hongkong wirft der Polizei ein unverhältnismäßig hartes Vorgehen gegen die Proteste vor. Eine unabhängige Untersuchung der Polizei-Einsätze gehört zu den Kernforderungen der Bewegung.


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