Drei Weihnachtswünsche der Obfrau der Imster Kaufleute

Birgitt Navacchi, Sprecherin der Imster Innenstadtkaufleute, wurde wiedergewählt. Sie hat aber auch Forderungen an ihre Mitglieder.

„Jeder muss sich auch selber Gedanken über den Erfolg seines Geschäftes machen“, fordert Birgitt Navacchi, Obfrau der Innenstadtkaufleute, mehr Eigeninitiativen, um ein Ambiente zu schaffen.
© Paschinger

Von Alexander Paschinger

Imst –Süßer die Glocken – und auch die Kassen im Handel – nie klingen als zu der Weihnachtszeit. Heute geht es in den dritten Adventsamstag. Und auch die Imster Innenstadtgeschäfte hoffen wieder auf steigende Umsätze. Ein Weihnachtsgewinnspiel ist seitens der Kaufmannschaft eingerichtet, die Kunststraße bringt Frequenz in die Innenstadt, der Weihnachtsmarkt lockt auf den hinteren Johannesplatz und auch das Kinderkarussell dreht sich wieder am Sparkassenplatz. Eigentlich ist alles eingerichtet. Und dennoch könnte es mehr sein, wie die Obfrau der Imster Innenstadtkaufleute, Birgitt Navacchi, meint. Vor allem auch in Sachen Eigeninitiative ihrer Mitglieder.

Vor wenigen Wochen wurde Navacchi in ihrer Funktion als Obfrau bestätigt. Bei dieser Sitzung stellte sie allerdings unter Punkt 6 auch die Grundsatzfrage zum Weiterbestand des Vereins der Kaufleute: „Es gibt schon noch Luft nach oben“, sagt Navacchi, wenn sie an die Eigeninitiative ihrer Mitgliedsbetriebe denkt, an Dekoration und auch an Ideen, die eingebracht werden. „Es geht beim Verein der Innenstadtkaufleute ja vor allem um das Gesamte – da gehören die Gassen auch alle dazu.“ Sie würde sich etwa wünschen, dass auch die Gastronomen sich zusammentun und gemeinsame kulinarische Aktionen setzen. „Ich komme da nicht vom Fach – aber da würden mir Suppenburger oder Knödeltage einfallen.“

Dass sie noch einmal die Obmannschaft übernommen hat, hängt mit dem Erreichten zusammen: „Wir haben ja einiges mit viel Arbeit und Herzblut geschaffen“, erwähnt sie Gutscheine oder auch den Folder mit Stadtplan. „Wir haben ja eine nette Stadt. Es gibt viele Geschäfte – und es rentiert sich für die Kunden hereinzukommen.“

Und weil gerade Weihnachten ist: Welche – sagen wir – drei Wünsche hat Navacchi als Obfrau an das Christkind?

1 „Mehr Initiative jedes einzelnen Unternehmers“, so lautet der erste Wunsch der Obfrau. „Wir müssen nach außen bringen, dass es viel in der Innenstadt gibt.“ Die Mitglieder sollen sich einbringen, Ideen entwickeln – „nicht nur schimpfen, dass bei uns nichts los sei“.

2 „Auch neue Unternehmen, die sich trauen, ein Geschäft aufzusperren und die Innenstadt damit zu bereichern.“ Navacchi denkt zurück, als der Drogeriemarkt die Stadt verlassen hat. „Das hat wirklich weh getan, das war ein Frequenzbringer.“ So etwas Ähnliches würde sie sich wünschen.

3 „Die Fortsetzung der Innenstadt-Verschönerung“ lautet der dritte Wunsch ans Christkind – oder in diesem Falle konkret an die Stadt Imst. Die Gestaltung des Johannesplatzes als zweiter Platz lasse nämlich noch auf sich warten, „zumindest hört man derzeit nichts mehr“. Vielleicht, so die Obfrau, könnte man die Gestaltung der Kramergasse zeitlich vorziehen. Die Kramergasse hätte es nötig.


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