Neue Führungsspitze im Nationalpark Hohe Tauern, “Universum“ steht an

Das Nationalpark-Kuratorium unter dem Vorsitz von LHStv. Ingrid Felipe hat neue Gesichter. Projekte über 1,4 Millionen Euro stehen an.

Der Nationalpark Hohe Tauern (hier eine Ansicht der Schobergruppe) erstreckt sich über drei Bundesländer. Der Tiroler Anteil besteht aus zehn Gemeinden im Bezirk Lienz.
© Oblasser

Matrei i. O. –Nächstes Jahr wird der Nationalpark Hohe Tauern zum Drehort für eine „Universum“-Sendung, führt der Direktor Hermann Stotter aus. In der 90 Minuten langen Sendung geht es um die Geschichte des Naturschutzes und der österreichischen Schutzgebiete, beginnend in den 1970er-Jahren. „Die Vorbereitungen für den Dreh haben gerade erst begonnen, Details gibt es noch nicht“, so der Nationalpark-Direktor.

Zum 56. Mal hat kürzlich das Führungs­gremium des Tiroler Anteils am Nationalpark Hohe Tauer­n getagt. Nun zeigt sich das Kuratorium unter dem Vorsitz von Landeshauptmannstellvertreterin Ingrid Felipe in teils neuer Besetzung. Landwirt Philipp Jans ist als Repräsentant der Grundbesitzer nun Felipes Stellvertreter. Für die Nationalpark-Gemeinden sind die Bürgermeister Ingo Hafele (St. Jakob) und Erika Rogl (Kals) neu dabei. Christoph Köll wurde als bäuerlicher Vertreter in das Gremium aufgenommen. Bezirkshauptfrau Olga Reisner, weitere Bürgermeister sowie Vertreter von Alpen­verein und anderen Institutionen komplettieren die 17-köpfige Gruppe.

„Ich freue mich über die ausgewogene Zusammensetzung des neuen Nationalpark-Kuratoriums“, so Ingrid Felipe. In der Sitzung wurden Projekte mit einer Größenordnung von 1,4 Millionen Eur­o beschlossen. Die Bundesförderungen machen davon 850.000 Euro aus, die Landesförderung beläuft sich auf 560.000 Euro. Geplant sind Vorhaben in den Bereichen Infrastruktur, Öffentlichkeitsarbeit und Forschung, auch für das Thema „Erhalt und Pflege der Kulturlandschaft“ wird Geld aufgewendet.

Nationalpark-Direktor Hermann Stotter nennt eines der Highlights des kommenden Jahres: „Am 20. Juni eröffnen wir den Wildtierbeobachtungsturm in St. Jakob“, freut sich Stotter. Der neue 22 Meter hohe Holzturm bietet einen guten Ausblick auf den größten geschlossenen Zirbenwald der Ostalpen und ist Teil des Themenweges „Oberhauser Zirbenwald“, zu dem auch eine Wald- und Wildnis­pädagogikstation gehört. Informationstafeln am Parkplatz Oberhaus, dem Ausgangspunkt des Themen­weges, werden das Naturerlebni­s abrunden. (TT,co)

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.

Kuratoriumsvorsitzende LHStv. Ingrid Felipe mit ihrem neuen Stellvertreter Philipp Jans (l.) und Nationalpark-Direktor Hermann Stotter.
© NPHT/Jurgeit

Kommentieren


Schlagworte