Türkei bekommt Drohne mit Maschinengewehr

Die Türkei könnte noch heuer bewaffnete Drohnen bekommen. Sie sollen bis zu 200 Schuss Munition mitführen und setzen neben ausgeklügelter Sensorik auch auf Roboterarme.

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Das „Songar“ genannte Modell kann bis zu 200 Schuss Munition mitführen und setzt neben Sensorik auch auf Roboterarme zur Rückstoßkompensation.
© YouTube/Asisguard/Screenshot

Ankara – Die Türkei soll noch vor Jahresende einsatzfähige, mit Maschinengewehren bestückte Drohnen haben. Liefern soll sie laut dem Magazin New Scientist die türkische Firma Asisguard. Das „Songar“ genannte Modell kann bis zu 200 Schuss Munition mitführen und setzt neben Sensorik auch auf Roboterarme zur Rückstoßkompensation.

Die 25 Kilogramm schwere Drohne ähnelt auf den ersten Blick einem „normalen“ Quadcopter, nutzt allerdings vier Doppelrotoren und wurde mit einem Maschinengewehr nachgerüstet, das via Munitionsgürtel bis zu 200 Patronen entweder als Einzelschuss oder in 15er-Feuerstößen abfeuern kann. Da jede abgefeuerte Kugel durch den Rückstoß die Position einer schwebenden Drohne verändert, ist die Zielgenauigkeit eine Herausforderung, die durch ein spezielles Roboterarm-System zur Rückstoßkompensation gemeistert wird. Laut Hersteller kann die Drohne auf 200 Meter Entfernung ein 15 Zentimeter großes Ziel genau treffen.

Bewaffnete Drohnen höchst umstritten

Bewaffnete Drohnen sind unter anderem aufgrund der Frage, wie Ziele ausgewählt werden, umstritten. Asisguard will – ähnlich wie bei Drohnen der US-Streitkräfte – die Verantwortung in die Hände eines menschlichen Piloten legen. Dieser kann statt einer einzelnen Drohne auch einen Schwarm aus drei Songars steuern, die dann allesamt das gleiche Ziel erfassen. Dank Nachtsicht-Sensoren geht das auch bei Dunkelheit. Die Missionsreichweite beträgt laut Hersteller zehn Kilometer.

Die Türkei soll noch dieses Jahr einsatzbereite Drohnen geliefert bekommen. Vorstellbar ist, dass diese dann bei aktuellen Konflikten wie in Syrien zum Einsatz kommen.(pte, TT.com)


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