Längenfelder Wastlshaus kommt zum Museen-Ensemble

Die Gemeinde Längenfeld erwirbt das so genannte Wastlshaus in Lehn, um es der Ötztaler Museen GmbH zur Verfügung zu stellen.

Das Foto vom Wastlshaus stammt aus dem Nachlass von Hans Haid und zeigt das Gebäude noch in bewohntem Zustand.
© Ötztal Museen

Von Thomas Parth

Längenfeld –240.000 Euro lässt sich die Ötztaler Gemeinde das verfallene Wastlshaus kosten. Zum Kaufpreis kommen noch die Umbau- und Renovierungskosten hinzu. „Die Wichtigkeit des Ötztaler Heimatmuseums mit dem Gedächtnisspeicher, mit Mühle und Brotbackofen, ist uns bewusst. Darum rechtfertigt sich auch der einstimmige Gemeinderatsbeschluss“, unterstreicht BM Richard Grüner. Der Gemeindeführung sei ebenfalls klar, dass der Ankauf nur der erste Teil eines längeren Weges ist.

„Wir sind natürlich überglücklich, dass der Ankauf beschlossen wurde“, gesteht Museumsleiterin Edith Hessenberger: „Das Wastlshaus ist für die Museen eine enorm wichtige Erweiterung. Es bildet mit den bestehenden Gebäuden und dem Brotbackofen eine Einheit und ist ein schöner optischer Abschluss des gesamten Ensembles.“

Aktuell fehlen dem Heimatmuseum ein offizielles Entree, ein Shop, eine Kassa oder ein Café sowie der Raum für Sonderausstellungen. „Das Ensemble befindet sich an der Schnittstelle zweier Zeitalter, wo der Sprung von der Berg- und Landwirtschaft hin zu Tourismus und Dienstleistung auf einzigartige Weise dokumentiert ist“, beschreibt Hessenberger. Dass nun „nicht noch eine historische Stube“ hinzukomme, dafür soll ein Museumskonzept sorgen. „Wir haben bereits ein Leitbild, an dem wir das Konzept ausrichten werden. Der Ankauf des Gebäudes kommt zum optimalen Zeitpunkt, um diese neu gewonnenen Spielräume zu integrieren“, zeigt Hessenberger auf. Das Wastlshaus steht seit etlichen Jahren leer und muss von Grund auf saniert werden. „Gerade darin liegt viel Potenzial“, gibt sich Hessenberger zuversichtlich. Fix ist, dass das Haus nicht unter Denkmalschutz steht; ebenso klar ist, dass es renoviert und „keinesfalls abgerissen“ wird, so Hessenberger.

Für die Entwicklung des Museumskonzeptes (zur GmbH gehört auch das Turmmuseum in Oetz, Anm.) stehen den Ötztalern externe Experten zur Seite. „Wir haben mit dem Regionalmanagement ein Projekt auf die Beine gestellt, um Fördermittel für diesen Zweck zu bekommen“, informiert die Museumsleiterin. Ihr ist wichtig, dass „Leben im Museum“ herrscht. Vom Brotbacken übers Huangarten bis zum Erdäpfelsetzen.


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