Freizeitanlage in Westendorf: Erste Gespräche mit Innsbruck

Für die neue Freizeitanlage in Westendorf soll ein Grund der Stadt gekauft werden.

Die Gemeinde Westendorf will von der Stadt Innsbruck ein 10,8 Hektar großes Grundstück kaufen. Derzeit befindet sich darauf das so genannte „Innsbrucker-Heim“.
© Angerer

Von Harald Angerer

Westendorf –Die Badesaison ist schon längst vorbei und damit ist es ruhig geworden um das Schwimmbad in Westendorf. Ruhig geworden ist es aber auch um die Pläne, eine neue Freizeitanlage zu errichten. Bereits im Gemeinderat im September haben sich die Mandatare dafür ausgesprochen, ein Projekt ausarbeiten zu lassen. Wenige Tage später wurde die Idee bei einer Gemeindeversammlung der Öffentlichkeit präsentiert. Seither ist nichts mehr zu hören, bis zur jüngsten Gemeinderatssitzung. Hier kündigte Bürgermeisterin Annemarie Plieseis an, dass bereits ein Gesprächstermin mit der Stadt Innsbruck vereinbart wurde.

Westendorf braucht die Landeshauptstadt für die Umsetzung der Pläne, da die Anlage auf einem Grundstück errichtet werden soll, welches der Stadt Innsbruck gehört. Geplant ist eine Art Seenlandschaft mit Mehrfachnutzen. Auch der Tourismusverband und die Bergbahn Westendorf sollen sich an dem Vorhaben beteiligen, so könnte die Bergbahn die Seen als Wasserspeicher für den Winter nützen.

Die Weichen für dieses Projekt hat eine Arbeitsgruppe gestellt. Es gab mehrere Varianten, die von der Gruppe abgewogen wurden, auch eine Sanierung des bestehenden Bades. Die Seenlandschaft hat aber in der Bewertung am besten abgeschnitten und nun soll hier die Machbarkeit überprüft werden. Fix ist hier noch nichts, wie Bürgermeisterin Annemarie Plieseis nicht müde wird zu betonen, denn Knackpunkt ist das insgesamt 10,8 Hektar große Grundstück der Stadt Innsbruck.

Hier hat nun der erste Gesprächstermin mit Innsbruck stattgefunden. Aber es war nicht mehr als ein erstes „Vorgespräch, wie es die Westendorfer Bürgermeisterin bezeichnet. Konkretes gab es noch nicht. Man sei nun dabei, ein konkretes Angebot für die Stadt Innsbruck auszuarbeiten. Es gebe derzeit eine Schätzung des Grundstückswertes, doch diese ist schon mehrere Jahre alt. Man lasse daher nun eine weitere Schätzung anfertigen. „Das Angebot an die Stadt Innsbruck soll schließlich Hand und Fuß haben“, sagt Plieseis. Näheres wollte die Bürgermeisterin noch nicht verraten. Wie hoch das Angebot sein könnte, ist nicht klar, die Schätzung aus dem Jahr 2015 lag damals bei rund 6 Millionen Euro.

Ansonsten herrscht in Sachen neue Freizeitanlage Stillstand. Man wolle erst das Angebot an die Stadt stellen, erst dann könne man an dem Vorhaben weiterarbeiten. „Wir haben aber auch sonst sehr viele Dinge, die aufgearbeitet werden müssen“, sagt Plieseis. Sie spricht da unter anderem die Erweiterung des Kindergartens an, der aus allen Nähten platzt.


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