Sammlung der Grafen Ribes erzielte in Auktion 22,8 Mio. Euro

Kunstwerke aus der Sammlung des Grafen und der Gräfin von Ribes erzielten bei Auktionen bei Sotheby‘s am Mittwoch und Donnerstag in Paris 22,8 Millionen Euro. „Fünf Weltrekorde und fünf Vorkaufsrechte für Museen in Frankreich machen diesen Verkauf zu einem Kunstmarktereignis und zollen dieser außergewöhnlichen Sammlung Ehre“, so Mario Tavella, Präsident von Sotheby‘s France.

Ein Teil des Erlöses der Werke, die aus dem Privathaus von Edouard und Jacqueline de Ribes in Paris stammten, soll wohltätigen Zwecken gewidmet werden. Die Familie hatte die Sammlung im Laufe der Jahrhunderte aufgebaut. Insgesamt beteiligten sich bei der Auktion Sammler aus 33 Ländern, darunter auch bedeutende Museen.

Das höchste Gebot mit rund 4,5 Mio. Euro erhielt das Antonio Susini nach Giambologna (1558-1624) zugeschriebene Schnitzwerk „Rape of Sabine“, das aus der Sammlung von Versailles stammt. 1,8 Mio. Euro erzielte „La Fortune“ von Susini. Einen Weltrekord erzielte man mit dem Gebot von ebenfalls 1,8 Mio. Euro für eine goldene Schnupftabakdose von Johann Christian Neuber (um 1770). Der Louvre sicherte sich Marguerite Gérards „The Interesting Student“ für rund 1 Mio. Euro, ebenfalls ein Weltrekord. Zu den weiteren hochkarätigen Verkäufen zählen eine Spieluhr von Louis XVI. oder das Gemälde „Juno borrowing the Belt of Venus“, das Charles Philippe, der Bruder Ludwigs XVI., bei Elisabeth Louise Vigée Le Brun in Auftrag gegeben hat. Dieses Gemälde, das seit 1803 als verschollen galt, wurde wiederentdeckt und erzielte 1,4 Mio. Euro.


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