Umsatzplus: Weihnachtliche Bescherung für Tiroler Lebensmittelhandel

Tausende Vorbestellungen in den Filialen, Hunderttausende Paar Frankfurter. Weihnachten bringt dem Tiroler Lebensmittelhandel 50 bis 60 Prozent Mehrumsatz.

Weit mehr als 3000 Vorbestellungen für Weihnachten verzeichnet der Feinkosthändler Hörtnagl.
© kristen-images.com

Von Stefan Eckerieder

Innsbruck –Für die Mitarbeiter des Lebensmittelhandels sind besonders die letzten Tage vor Weihnachten wenig besinnlich. Der Dezember ist für die heimischen Lebensmittelhändler der wichtigste Umsatzmonat. Die Umsätze liegen um mehr als 50 Prozent über dem eines Durchschnittsmonats, erklärt die Tiroler Wirtschaftskammer.

Vor allem weil die Konsumenten zu Weihnachten gerne auch mehr ausgeben als sonst. „Wir merken, dass zu Weihnachten vor allem qualitativ hochwertige Produkte gekauft werden“, heißt es bei der Handelskette MPreis auf TT-Anfrage. Vor allem regionale Produkte wie Fleisch vom Jungrind oder Jahrling und das Tiroler Alpenhendl seien gefragt, aber auch heimischer Käse und Schinken.

Beim Tiroler Feinkosthändler Hörtnagl steigt der Umsatz im Dezember sogar um 60 Prozent im Vergleich zu Durchschnittls-Monaten. Vor allem die Frankfurter Würstel des Feinkosthändlers sind zu Weihnachten gefragt. „Die Nudelsuppe mit Würstl gehört auch für viele Junge zu Weihnachten dazu“, sagt Hörtnagl-Geschäftsführer Hans Plattner. Alleine im Dezember verkauft Hörtnagl rund 400.000 Paar Frankfurter.

Insgesamt gibt es in den 17 Hörtnagl-Verkaufsstellen für den Heiligen Abend bereits weit mehr als 3000 Vorbestellungen, berichtet Plattner: „Die Leute bestellen mehr vor als früher. Für uns ist das gut, weil die Zeit kurz vor Weihnachten oft schon knapp wird. Unsere Leute arbeiten teilweise auch die Nacht durch.“ Neben Brot würden vor allem „sämtliche Schinkenvarianten und natürlich die handgemachten Weihnachtspasteten“ vorbestellt. Für Raclette- und Fondue-Gerichte werde Filet von Schwein und Rind von den Tiroler Konsumenten bevorzugt. Zudem liege zu Weihnachten die Nachfrage nach Wild wie Reh- und Hirschrücken um 35 Prozent über dem Durchschnitt, jene nach Fisch um 20 Prozent.

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Auch beim Wein greifen die Tiroler zu Weihnachten gerne tiefer in die Tasche, erklärt Weinhändlerin Elisabeth Gottard­i. „Die Preisspanne für ein­e Flasche Wein bewegt sich zu Weihnachten im Schnitt zwischen 15 und 50 Euro“, sagt Gottardi, die bemerkt, dass auch die jüngeren Kunden vermehrt zu edleren Tropfen greifen: „Die jungen Kunden wissen meistens ganz genau, was sie wollen.“ Mit dem heurigen Geschäft ist sie „bisher zufrieden“. November und Dezember seien für den Weinhandel die wichtigsten Monate des Jahres.

Immer stark nachgefragt werde österreichischer Wein, aber auch „die Südtiroler Weine werden in Tirol immer beliebter“, sagt Gottardi. Auch die Nachfrage nach Klassikern aus Frankreich, Italien und Spanien sei ungebrochen.


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