Zwei Jahre Haft für Sudans Ex-Präsidenten Al-Bashir

Der langjährige Machthaber des Sudan, Omar al-Bashir, ist wegen Korruption zu zwei Jahren Hausarrest verurteilt worden. Das teilte das Gericht am Samstag mit. In dem Verfahren ging es um 25 Millionen Dollar (22 Mio. Euro), die der frühere Machthaber kurz vor seinem Sturz vor gut acht Monaten aus Saudi-Arabien erhalten hatte.

Al-Bashir war nach 30 Jahren an der Macht im April vom Militär gestürzt worden. Monatelange Massenproteste waren dem Putsch vorausgegangen, gegen die Sicherheitskräfte teilweise brutal vorgingen. Al-Bashir wurde auch wegen Anstachelung zur Gewalt gegen Demonstranten und Mittäterschaft bei der Tötung Protestierender angeklagt. Zudem wird er wegen Verbrechen im Darfur-Konflikt vom Internationalen Strafgerichtshof per Haftbefehl gesucht. Allerdings ist es unwahrschienlich, dass er nach Den Haag ausgeliefert wird.

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