Streiks in Frankreich dauern auch am Wochenende an

Im Kampf gegen die Pensionsreform ist es in Frankreich am zweiten Wochenende in Folge wieder zu massiven Behinderungen im Nah- und Fernverkehr gekommen. Laut Angaben der Staatsbahn SNCF fuhren von vier geplanten TGV-Hochgeschwindigkeitszügen jeweils nur einer. In Paris blieben am Samstag neun der 14 Metro-Linien komplett geschlossen.

Starke Beeinträchtigungen gab es auch bei der Pariser Vorortbahn RER. Der Busverkehr war zu 60 Prozent gesichert. Straßenbahnen - die in den Vororten sowie auf dem Ringboulevard entlang der Pariser Stadtgrenze verkehren - fuhren hingegen in fast normaler Taktung.

Einige der Gewerkschaften haben bereits angedeutet, dass sie auch zu Weihnachten den Streik nicht aussetzen würden. Es werde keine „Waffenruhe“ während der Festtage geben, drohte der Eisenbahngewerkschafter Laurent Brun. Der neue SNCF-Chef, Jean-Pierre Farandou, rief die streikenden Eisenbahner am Freitag jedoch auf, während der Weihnachtsfeiertage eine „Pause“ einzulegen.

Die Festtage seien ein wichtiger Moment für Familientreffen, erklärte er. Denn viele Bürger wollten den Zug nehmen, um ihre Eltern, Kinder und Freunde wiederzusehen. In der kommenden Woche wird die Staatsbahn nach eigenen Angaben einen Notfahrplan für den Fall eines Streiks über die Weihnachtstage veröffentlichen.

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Seit mehr als einer Woche haben verschiedene Berufsgruppen die Arbeit niedergelegt. Für den Samstag hatten die freien Hausärzte zum Streik aufgerufen. Sie protestieren gegen die Gesundheitspolitik der Regierung und fordern eine bessere Vergütung für Wochenenddienste.


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