Russischer atombetriebener Eisbrecher beendet Test in Arktis

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Der atombetriebene russische Eisbrecher „Arktika“ ist am Samstag nach einer zweitägigen Probefahrt in den Hafen von St. Petersburg zurückgekehrt. Auf der Fahrt seien die Funktions- und Manövrierfähigkeit des Schiffes getestet worden, teilte das Unternehmen Atomflot mit, das die russische Eisbrecherflotte betreibt.

Nach Angaben des Herstellers kann das als größter atombetriebener Eisbrecher der Welt beworbene Schiff bis zu 2,80 Meter dickes Eis brechen. Das 173 Meter lange Schiff gehört zu einer Dreier-Flotte, die über die Nordostpassage im Nordpolarmeer vor allem Flüssiggas nach Südostasien transportieren soll. Obwohl atombetrieben, sei bei der Testfahrt ein Dieselmotor eingesetzt worden, teilte Atomflot-Direktor Mustafa Kaschka mit. Abschließende Tests seien für März und April 2020 geplant, im Mai 2020 solle das Schiff schließlich in Betrieb genommen werden.

Die „Arktika“ wurde im Jahr 2016 getauft. Sie ist Teil eines größeren Projekts Russland zur Erschließung der Arktis mit ihren riesigen Öl- und Gasreserven - um die Russland mit den USA, Kanada und Norwegen konkurriert. Zur russischen Eisbrecherflotte gehören zudem die Schiffe „Ural“ und „Sibir“.

Die Nordostpassage verbindet Atlantik und Pazifik über das Nordpolarmeer. Die Klimaerwärmung macht es mittlerweile möglich, im Sommer diesen Seeweg zu nutzen. Die Fahrt ist kürzer als die traditionelle Route über den Suez-Kanal. Die russische Handelsmarine will die Passage künftig das ganze Jahr über befahren.

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