Laternen-Duell gegen Mattersburg: WSG will 2019 noch einmal feiern

Im Tivoli-Heimspiel gegen Mattersburg will die WSG Swarovski Tirol heute (14.30 Uhr/live TT.com-Ticker) noch einmal alles aus dem Tank pressen, um zu punkten.

Beim Bundesliga-Aufstieg in Horn hing der WSG-Himmel am 1. Juni voller Geigen. Heute soll zumindest ein Punkt erobert werden.
© gepa

Von Alex Gruber

Innsbruck – Die WSG Tirol bewegte sich in den vergangenen Wochen zwischen Schief- und Schneelage. Für Ersteres sorgten fünf Niederlagen in Serie gegen Altac­h (0:4), St. Pölten (1:5), LASK (0:2), Sturm Graz (1:5) und Salzburg (1:5). Für Letzteres der (kleine) Wintereinbruch, der dies­e Woche kaum ein geregeltes Training möglich machte.

Das „geheime“ Abschlusstraining fand gestern aber im Innsbrucker Tivoli statt. Genau dort, wo die WSG bislang ein einziges Mal in dieser Saison beim Heim-Auftakt gegen die Wiener Austria am 26. Juli drei Punkte einfahren konnte. Das ist auch genau jener Lieblingsgegner, den man exak­t drei Monate später am 26. Oktober zuletzt in der Liga in Wien bezwingen konnte.

Violett, wie es eben die Veilchen tragen, wird’s heute im Kellerduell aber nicht spielen. Die Vereinsfarben des SV Mattersburg weisen denselben grünweißen Ton wie jene der WSG auf. Da wie dort geht es gegen den Abstieg.

„Aber es wird am Sonntag weder der Abstieg noch der Klassenerhalt entschieden. Der letzte Platz über die Winter­pause hätte aber natürlich einen bitteren Beigeschmack“, gesteht WSG-Sportmanager Stefan Köck, der die Testspiele für das Winter-Trainingslager nahe Alicant­e fixiert hat. Spätestens unter der spanischen Sonne soll es im Jänner 2020 wieder wohlig warm werden.

Richtig heiß war es im Lager der WSG in diesem Kalenderjahr ja sechs Monate früher: Nach sechs Siegen in Serie fuhren die Kristallstädter in der zweiten Liga den Titel und Bundesliga-Aufstieg ein, wurde Coach Thommy Silberberger in Horn in die Höhe geworfen. Da war die Rückkehr ins Oberhaus am 1. Juni 2019 nach 48 Jahren Pause im erfolgreichsten Jahr der Vereinsgeschichte wieder Realität. Und an der Mentalität ist es im Herbst auch nicht gelegen, an der Qualität hingegen schon.

Den Satz „Nichts ist schlimmer als der Erfolg von gestern“ hat Silberberger im Tagesgeschäft Fußball in den vergangenen Monaten nicht nur einmal gesagt. In der Hoffnung, dass es heute im letzten Match einen (dreckigen) Sieg gibt.

Die leidige Vorgeschichte – Mattersburg hat zuletzt in Runde neun mit einem 2:0-Sieg in Altach am 29. September gewonnen und seitdem nur noch einen einzigen Zähler gesammelt – klammert auch Gäste-Coach Franz Ponweiser aus: „Ich beschäftig­e mich nicht mit Serien, und unser Gegner steht genauso wie wir mit dem Rücken zur Wand.“

Auf den im Kopf schwirrenden Songtitel „Ich gehe mit meiner (Roten) Laterne und meine Laterne mit mir“ hat über die Winterpause sicher keiner Lust. Die WSG will 2019 mit Jubel abschließen.


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