Ringen um Beschlüsse bei der UN-Klimakonferenz

Bei der UN-Klimakonferenz in Madrid ist das Plenum am Sonntag zu seiner Abschlusssitzung zusammengekommen. Nach mehrfacher Verschiebung versammelten sich die Delegierten am Vormittag in Madrid, um die Beschlüsse der Konferenz abzusegnen. In der spanischen Hauptstadt hatten zuvor die mit Abstand längsten Verhandlungen bei einer Weltklimakonferenz stattgefunden.

Die Beschlüsse sollen die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens konkretisieren. Beobachter hatten ein Scheitern der Verhandlungen zuletzt nicht mehr ausgeschlossen.

Nach einer 40-stündigen Verlängerung dürften sich die Delegierten auf einen Kompromiss geeinigt haben. Diesem müssen die einzelnen Länder aber noch zustimmen. In einer Abschlusserklärung erinnerte das Plenum nach zweiwöchigen Verhandlungen alle rund 200 Staaten an ihre Zusage, im nächsten Jahr ihre Klimaschutzziele für 2030 möglichst zu verschärfen.

Bei der vermutlich abschließenden Plenarsitzung des Gipfels gab es am Sonntag einige Verwirrung. Einige der fast 200 Teilnehmerstaaten sprachen von technischen Problemen bei der Lektüre der Textentwürfe. Die chilenische Konferenzleitung musste mehrmals Erklärungen dazu abgeben, während Vertreter einiger Länder mehr Zeit forderten, um die Dokumente zu studieren.

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Offenbar gab es Internetprobleme. Die Verhandlungen hätten eigentlich am Freitagabend zu Ende gehen sollen. Noch nie hat eine Weltklimakonferenz ihre Beratungen so lange überzogen wie in diesem Jahr.


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