Österreichs U20-Eishockey-Team schaffte Aufstieg in die A-WM

Österreichs U20-Eishockey-Nationalteam ist zum vierten Mal erstklassig. Die Mannschaft von Marco Pewal gewann am Sonntag zum Abschluss der WM 1A in Minsk gegen Slowenien mit 4:1 (2:0,0:0,2:1) und sicherte sich mit dem Turniersieg den Aufstieg in die Top Ten. Die nächste U20-A-WM wird von 26. Dezember 2020 bis 5. Jänner 2021 in Edmonton und Red Deer in der kanadischen Provinz Alberta ausgetragen.

Der erst kurz vor Turnierbeginn eingebürgerte gebürtige Belgier Senna Peeters (17./PP) und Paul Huber (20.) leiteten mit ihren Treffern gegen Ende des ersten Drittels den Erfolg gegen Slowenien ein. Nach dem Anschlusstreffer von Maj Tavcar (53.) machte Maximilian Rebernig (56.) den Sieg perfekt, Huber fixierte mit einem Treffer ins leere Tor den Endstand (59.).

„Am Anfang haben wir uns den Klassenerhalt zum Ziel gesetzt. Ab dem zweiten Sieg haben wir gemerkt, dass nach oben etwas möglich ist“, erklärte Teamchef Marco Pewal. Auch Sportdirektor Roger Bader jubelte in Minsk. „Mit dem ersten Sieg hat sich das Team in einen Rausch gespielt, der alles möglich gemacht hat. Wir haben Nationen hinter uns gelassen, die in den letzten Jahren immer wieder bei der U20-A-WM gespielt haben. Für das österreichische Eishockey ist das ein großer Erfolg“, freute sich der Schweizer. Angeführt wurde die ÖEHV-Auswahl von der ersten Linie mit dem herausragenden Center Benjamin Baumgartner (5 Tore, 6 Assists), Huber (4 Tore, 4 Assists) und Peeters (3 Tore, 3 Assists).

Bei der seit 1997 ausgetragenen Junioren-A-WM war Österreich bisher dreimal dabei. 1981 mit Konrad Dorn, Helmut Petrik und Günther Koren, 2003/04 mit Thomas Vanek und Andreas Nödl, nachdem Vanek, Oliver Setzinger, Thomas Koch und Daniel Welser die ÖEHV-Junioren im Dezember 2002 nach oben geschossen hatten. Beim bisher letzten Aufstieg 2008 waren mit Stefan Ulmer, Dominique Heinrich, Thomas Hundertpfund, Raphael Herburger, Andreas Kristler und Alexander Pallestrang Spieler dabei, die über Jahre zu Stammspielern im Nationalteam wurden. Ein Sieg ist einem österreichischen Team bei einer U20-A-WM noch nicht gelungen. Das wird auch kommendes Jahr ein schwieriges Unterfangen.

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Fast zwei Drittel der Mannschaft sind dann altersbedingt nicht mehr spielberechtigt, darunter Baumgartner, Huber oder die Verteidiger Julian Payr und David Maier. Dafür könnte Marco Rossi dabei sein. Der 18-jährige Vorarlberger hat heuer abgesagt, weil er sich im Draft-Jahr voll auf die Spiele mit den Ottawa 67ers in der kanadischen Juniorenliga OHL konzentrieren wollte. Rossi gilt beim NHL-Draft Ende Juni in Montreal als Kandidat für die Top Ten, auch Thimo Nickl und Peeters könnten bei einem NHL-Club landen.


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