Kobayashi gewinnt in Klingenthal knapp vor ÖSV-Adler Kraft

Mit Sprüngen auf 136,5 und 134,0 Meter sicherte sich Ryoyu Kobayashi seinen ersten Saisonsieg und übernahm damit die Weltcupführung. Die Tiroler Aschenwald und Schlierenzauer fielen in der Entscheidung zurück.

Stefan Kraft flog in Klingenthal erneut aufs Stockerl.
© gepa

Klingenthal – Stefan Kraft hat seinen zweiten Saisonsieg im Skisprung-Weltcup am Sonntag knapp verpasst. Der Gewinner von Nischnij Tagil landete sieben Tage später in Klingenthal auf dem zweiten Rang, 3,0 Punkte oder zwei Meter hinter dem japanischen Weltcup-Titelverteidiger Ryoyu Kobayashi. Der Halbzeit-Zweite Philipp Aschenwald wurde 0,3 Zähler hinter dem Norweger Marius Lindvik Vierter.

Kobayashi hatte mit einem 136,5-m-Flug zur Halbzeit vor den drei Österreichern Philipp Aschenwald (135), Kraft (134) und Gregor Schlierenzauer (135) geführt und ließ sich mit 134 m im Finale seinen 14. Weltcupsieg, den ersten der Saison, nicht mehr nehmen. Die 134,5 m von Kraft reichten nicht, der Salzburger lieferte aber nach dem ersten Platz in der Qualifikation am Freitag und seinem Beitrag zum zweiten Rang des ÖSV-Quartetts im Teambewerb einen weiteren Beweis seiner aktuell starken Form. Der Ex-Weltmeister darf der Tournee-Generalprobe am kommenden Wochenende in Engelberg beruhigt entgegenblicken.

Das trifft auch auf Aschenwald zu, der in der Entscheidung dem Norweger Marius Lindvik (131/134,5 m) um nur 0,3 Punkte den Vortritt lassen musste. Nach einem 132,5-m-Sprung verpasste der Tiroler seinen dritten Podestplatz der Saison um Haaresbreite. Schlierenzauer fiel im Finale mit 125,5 m vom vierten auf den zwölften Rang zurück. Für die Bestweite des Tages sorgte NIschnij-Tagil-Samstag-Sieger Yukiya Sato (Japan) mit 140 m im Finale. Damit verbesserte er sich vom 13. auf den sechsten Rang. Der Salzburger Jan Hörl landete an der 20. Stelle, während Michael Hayböck (35.) und Daniel Huber (45.) das Finale verpassten.

In der Gesamtwertung übernahm Kobayashi die Führung vom Norweger Daniel Andre Tande. Dem Team-Olympiasieger war am Freitag ein Ski gegen den linken Knöchel geprallt. Er musste den Teambewerb auslassen, am Sonntag landete er an der 18. Stelle. Das Pech des Teams von Trainer Alexander Stöckl setzte sich im Einzelbewerb fort. Thomas Aasen Markeng stürzte im ersten Durchgang nach der Landung bei 131 m und musste mit der Trage aus dem Innenraum gebracht werden. Er wurde zur Untersuchung in ein Spital eingeliefert. (APA)

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