Venezuelas Regierung will neue Verschwörung aufgedeckt haben

Fast ein Jahr nach Beginn des erbitterten Machtkampfes zwischen Regierung und Opposition in Venezuela hat die sozialistische Regierung von Präsident Nicolas Maduro nach eigenen Angaben erneut Umsturzpläne aufgedeckt. Verschwörer hätten geplant, Kasernen zu übernehmen und die Regierung zu stürzen, sagte Maduro nach einem Bericht der Zeitung „El Nacional“ am Sonntag anlässlich des 20. Jahrestags der Verfassung in der regierungstreuen Verfassungsgebenden Versammlung.

Gegen die Umstürzler würden Haftbefehle erlassen. Hinter der Aktion stecken nach Einschätzung der Regierung der selbst ernannte Interimspräsident Juan Guaidó sowie der Oppositionsführer Leopoldo López. Auch der Geschäftsträger der USA in Venezuela sei an der Verschwörung beteiligt, sagte Maduro. „James Story, Sie leiten diese blutigen Pläne, früher oder später werden Sie zur Rechenschaft gezogen“, sagte Maduro. „Wir haben die Verschwörung aufgedeckt. Sie wollten Kasernen angreifen und Soldaten des Vaterlandes töten.“

Ende Jänner hatte sich Guaidó zum Übergangspräsidenten erklärt und Maduro damit offen herausgefordert. Der sozialistische Staatschef ist weltweit weitgehend isoliert, hält sich mit Hilfe des Militärs aber weiter an der Macht. Guaidó wird auf dem internationalen Parkett zwar hofiert, kann sich in Venezuela aber nicht durchsetzen. Die humanitäre Lage in dem einst reichen Land mit den weltgrößten Erdölreserven ist katastrophal. 4,5 Millionen der gut 30 Millionen Venezolaner haben das Land bereits verlassen.

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