Schallenberg nimmt an ASEM-Treffen in Madrid teil

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Am Montag treffen sich die Außenminister aus 51 Staaten beim Asien-Europa-Treffen (ASEM), das heuer unter dem Motto „Asien und Europa: Gemeinsam für einen effektiven Multilateralismus“ steht, in Madrid. „Die Untergrabung des Multilateralismus und der regelbasierten Weltordnung ist derzeit eine unserer größten Sorgen“, sagte Außenminister Alexander Schallenberg im Vorfeld gegenüber der APA.

Das ASEM-Außenministertreffen findet alle zwei Jahre statt, abwechselnd in Asien und Europa. Zuletzt trafen sich die Außenminister 2017 in Myanmar. Beim heurigen Treffen soll die Kooperation zwischen Asien und Europa ausgebaut werden, um die steigenden globalen und gesellschaftlichen Herausforderungen zu bewältigen. Den Vorsitz des Treffens wird der neue EU-Außenbeauftragte Josep Borrell führen.

„Niemals zuvor in der Weltgeschichte ist die Menschheit mehr miteinander vernetzt gewesen“, so Schallenberg laut Redetext am Montag in Madrid. Herausforderungen wie der Klimawandel, Migration und Terrorismus seien von ihrer Definition her global und bräuchten daher auch globale Antworten. Doch sei es paradox, dass man sich nicht auf eine Blütezeit der internationalen Kooperation hinbewege, sondern die multilaterale Diplomatie zunehmend unter Druck komme.

Daher sei das Bemühen der ASEM zu einem Mehr an Multilateralismus und die Möglichkeiten für Asien und Europa die Kooperation zu stärken, zu begrüßen, betonte der Außenminister. „Europa und Asien müssen Partner bei der Bekämpfung von globalen Herausforderungen sein. Ein regelmäßiger, offener Austausch mit den Vertretern der asiatischen Länder ist dafür entscheidend“, meinte Schallenberg.

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Ein wichtiges Thema beim Treffen in Madrid sei auch der Kampf gegen den Klimawandel. „Wir müssen speziell bei diesem Thema eng mit Asien und Pazifik zusammenarbeiten“, versicherte Schallenberg. Kein Staat oder keine Organisation könne sich diesem Problem alleine widmen, „der Klimawandel ist wirklich eine globale Herausforderung, die ein abgestimmtes Vorgehen auf internationalem Level, verlangt“.

Weitere Themen der beiden Plenarsitzungen in Madrid waren laut Außenministerium die Bereiche Menschenrechte, Abrüstung und die Nichtweiterverbreitung von Nuklearwaffen. Außerdem war auch eine Gemeinsame Erklärung geplant, in der zusätzlich auf asienspezifische regionale Themen - von Afghanistan über Myanmar bis zu Nordkorea - eingegangen werden sollte. Zudem sollten aktuelle Sicherheitsaspekte, die Implementierung von nachhaltigen Entwicklungszielen und auf Gleichberechtigung der Geschlechter darin festgehalten werden.


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