Fast alle Skigebiete im Bezirk Imst tragen Gütesiegel

Obergurgl/Hochgurgl hat die Antragseinreichung zeitlich versäumt, Hoch-Imst entspricht von der Größe her nicht den Kriterien.

Die Naturrodelbahn Gaislachkogel wurde kürzlich als vierte Anlage des Bezirks mit dem Gütesiegel des Landes ausgezeichnet. Dazu kommen sechs Skigebiete und die Loipen im Ötztal.
© Ötztal Tourismus / Rudi Wyhlidal

Imst –Im Bezirk Imst tragen aktuell sechs Skigebiete und vier Naturrodelbahnen sowie der Tourismusverband Ötztal Tourismus, der die Loipen in der Region betreut, das Tiroler Gütesiegel. Ab dem Zeitpunkt der Auszeichnung besteht eine fünfjährige Gültigkeit des Gütesiegels bei Naturrodelbahnen, bei Skipisten und Loipen sind es drei Jahre. Kürzlich wurde die erstmalige Verleihung des Tiroler Naturrodelbahn-Gütesiegels an die Naturrodelbahn Gaislachkogel beschlossen. Die Rodelbahnen Hochgurgl-Pill, Hochzeiger und Kühtai hatten es bereits erhalten.

Bei den Skigebieten zählen Sölden, Kühtai, Jerzens, Hochoetz, Rifflsee und der Pitztaler Gletscher zu den Trägern des Gütesiegels. Augenscheinlich fehlen dabei zwei Anbieter im Bezirk: Obergurgl/Hochgurgl sowie Hoch-Imst. Geschäftsführer Bernhard Schöpf hat die Erklärung für das Fehlen der Imster Bergbahnen rasch parat: „Wir entsprechen schon aufgrund unserer Größe nicht den Kriterien.“ In Obergurgl/Hochgurgl hat das etwas andere Gründe, wie Werner Hanselitsch erklärt: „Das hat rein formelle Ursachen – wir haben es heuer zeitlich nicht geschafft, den Antrag einzubringen.“ Das Tiroler Pistengütesiegel hätte man aber schon wieder gerne – „das holen wir nächstes Jahr nach“, lässt er keinen Zweifel daran, dass das Skigebiet den strengen Kriterien gerecht werde. Die notwendigen Vorarbeiten seien schon erledigt worden, „aber wir hatten heuer – auch mit dem Parkhaus – so viel um die Ohren“, betont er, dass nur der Zeitfaktor ausschlaggebend gewesen sei.

„Das Tiroler Gütesiegel für Pisten, Naturrodelbahnen und Loipengebiete steht für Wintersport auf höchstem Niveau“, betont Sportreferent LHStv. Josef Geisler. Die Sportler „können sich mit den Gütesiegeln darauf verlassen, dass die jeweiligen Freizeitangebote einem hohen Qualitäts- und Sicherheitsstandard entsprechen.“ Die Auszeichnung habe aber noch einen weiteren Vorteil: „Für die Vermarktung nach außen haben sich die Tiroler Gütesiegel mit ihren einheitlichen Standards bewährt“, verweist er auf zahlreiche Verlängerungen.

„Ich glaube zwar nicht, dass es kaufentscheidend ist“, sagt dazu Oliver Schwarz, der Direktor des Ötztal Tourismus. „Wenn man es hat, hat es keine übermäßigen Auswirkungen – aber man sollte nicht darauf verzichten“, betont er. Denn „das Gütesiegel ist ein Qualitätsmerkmal“. Ähnlich sieht es der Geschäftsführer des TVB Pitztal, Gerhard Gstettner: „Die Auszeichnung zeigt jedenfalls, dass die Skigebiete viel Arbeit und Einsatz bei der Pistenpräparierung leisten.“ Ob das Pistengütesiegel „den Gast dazu animiert, die Buchung vorzunehmen, weiß ich nicht“.

Die Tatsache, dass alle Pitztaler Skigebiete auf dieses Gütesiegel verweisen können, sei aber positiv. (TT, pascal)


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