Autolenkerin nahe Wien gestoppt und mit Messer verletzt

Eine Autolenkerin ist am Sonntag an der Wiener Stadtgrenze von einem Passanten angehalten worden. Der Mann bedrohte die Frau, ließ sich Geld aushändigen und verletzte sein Opfer mit einem Messer durch Schnitte im Bauch- und Halsbereich. Wie die Polizei am Montag berichtete, begab sich die 23-Jährige nach dem Überfall mit dem Zug nach Wien und selbst ins Spital. Dort wurden ihre Wunden genäht.

Die Niederösterreicherin war gegen 7.30 Uhr von Purkersdorf (Bezirk St. Pölten) kommend mit ihrem Pkw unterwegs. Auf der Hauptstraße Höhe 105 sprang ihren Angaben zufolge plötzlich ein Mann vor ihren Wagen. Die Frau stieg aus und wollte ihm ihre Hilfe anbieten. Doch da bedrohte der Unbekannte die Lenkerin mit einem Messer und verlangte Geld, das sie ihm auch aushändigte.

Der etwa 30 bis 50 Jahre alte und 1,80 Meter große Mann, bei dem es sich der Aussage zufolge vermutlich um einen Österreicher handelt, verletzte daraufhin sein Opfer. Die Frau ließ das Fahrzeug stehen und flüchtete zum nahegelegenen Bahnhof Weidlingau. Von dort nahm sie den Zug nach Wien.

Die Frau stand wohl unter Schock. Die Verletzungen waren ihr zunächst gar nicht bewusst, berichtete Polizei-Pressesprecher Markus Dittrich. Zwar bemerkte sie Blut an den Händen, sie führte das allerdings auf Medikamente zurück, die sie in den vergangenen Tagen eingenommen hatte. Denn laut Beipackzetteln können diese Medikamente Halluzinationen hervorrufen. Im Spital wurden dann aber tatsächliche oberflächliche Schnittwunden festgestellt und behandelt.

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Das Auto wurde am Tatort gefunden. Von dem Angreifer fehlt jede Spur. Der Mann hat braune kurze Haare und könnte Linkshänder sein. Erbeutet hat er Bargeld im oberen zweistelligen Bereich.


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