Grippewelle in Innsbruck: „Dr. Google macht es nicht gerade einfacher“

Die Grippe-Epidemie hat den Großraum Innsbruck nach wie vor fest im Griff, weitere Schulschließungen sind laut Auskunft der Bildungsdirektio...

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Die Grippe-Epidemie hat den Großraum Innsbruck nach wie vor fest im Griff, weitere Schulschließungen sind laut Auskunft der Bildungsdirektion Tirol vorerst aber nicht geplant. So habe sich die am Montag noch kritische Lage in der Volksschule Amras etwas entspannt. Heute öffnet die Volksschule im Stadtteil Igls wie geplant wieder ihre Pforten, die Volksschule Angergasse bleibt bis Ende der Woche geschlossen.

Eine Entlastung nach dem Ansturm am Wochenende hat man auch in der Innsbrucker Kinderklinik registriert, was vor allem daran liegt, dass Eltern mit ihren erkrankten Kindern wieder die Haus- und Kinderärzte aufsuchen.

Rund um das Thema Grippe herrsche aber bei vielen Eltern weiter große Verunsicherung. „Und Dr. Google macht es nicht gerade einfacher", sagt Thomas Müller, Direktor der Innsbrucker Kinderklinik. Wer sich im Netz über die Influenza informiert, stößt nämlich früher oder später auf Grippemittel wie Tamiflu. Was den Einsatz dieser Medikamente betrifft, bremst Müller allerdings die Erwartungen. Er und sein Team müssten immer wieder Eltern erklären, warum das Grippemittel nicht automatisch verschrieben wird. „Wenn man die Behandlung innerhalb von 24 Stunden nach der Ansteckung beginnt, kann das in bestimmten Fällen sinnvoll sein", sagt Müller. Allerdings müsse die Verschreibung wohl überlegt sein, weil Tamiflu teilweise heftige Nebenwirkungen wie starke Übelkeit und Erbrechen hat. Außerdem sorge das Medikament lediglich dafür, dass die Grippe drei Tage früher abklingt.

„Die eigentliche Grippeerkrankung ist nach fünf bis sieben Tagen überstanden. Es kann aber bis zu zwei Wochen dauern, bis man wieder voll leistungsfähig ist", sagt Müller. Nicht-Risikopatienten rät er, die Grippe mit Hilfe von fiebersenkenden Mitteln auszukurieren und dabei viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen. (np)


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