Start der „Cheops“-Mission auf Mittwoch verschoben

Der für Dienstagvormittag geplante Raketenstart der Arianespace Sojus VS23 ist verschoben worden. Die Rakete sollte unter anderem das ESA-Weltraumteleskop CHEOPS und den österreichischen Nanosatelliten OPS-SAT ins All bringen. Als Grund für den Startabbruch wurde beim Start-Event an der TU Graz ein Softwareproblem in der Sojus-Fregat-Rakete genannt.

Der Beginn der „Cheops“-Mission zur Erkundung von Exoplaneten ist nach dem abgebrochenen Start der Sojus-Rakete auf Mittwoch verschoben worden. Die Rakete solle um 09.54 Uhr (MEZ) starten, teilte der Betreiber Arianespace am Dienstagabend mit. Die Sojus-Trägerrakete konnte Dienstagmorgen wegen technischer Probleme nicht vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana abheben.

Nach Analyse des Problems teilte Arianespace mit, der Abbruch sei auf ein fehlerhaftes Stück Equipment zurückzuführen. Um welche Komponente es sich handelt, wurde nicht bekannt gegeben.

„Es wird eine Verzögerung des Starts um mindestens 24 Stunden geben“, unterbrach Otto Koudelka zuvor, Leiter des Institutes für Kommunikationsnetze und Satellitenkommunikation der TU Graz das in Graz ausgerichtete Start-Event. Rund 100 Mitarbeiter und Interessierte waren in den Hörsaal am Campus Inffeld gekommen. Der österreichische Nanosatellit OPS-SAT sollte am Dienstagvormittag zeitgleich mit dem ESA-Weltraumteleskop CHEOPS und weiteren Sonden ins All starten.

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„Ein Restrisiko ist immer da“, betonte der österreichische Projektleiter für OPS-SAT, Koudelka. Die Sojus-Rakete sollte kurz nach 9.50 Uhr vom europäischen Weltraumbahnhof in Kourou in Französisch-Guayana abheben und fünf Satelliten in ihre Erdumlaufbahn bringen. Eine weitere Startmöglichkeit dürfte es in 24 Stunden geben, verlas Koudelka die Meldung von Arianespace kurz vor 10.00 Uhr. „Wir erklären jetzt den heutigen Tag zur Generalprobe, dann ist die Aufführung ein voller Erfolg“, zeigte sich Koudelka am Dienstagvormittag optimistisch. Näheres zur Ursache der Startverschiebung wurde nicht bekannt gegeben.

Der Nanosatellit OPS-SAT - ein kleines „fliegendes Labor“ - wurde an der TU Graz gebaut. Mit ihm sollen leistungsfähige Prozessoren, Funkempfänger und Weltraum-Software unter realen Weltraumbedingungen getestet werden. Auch bei CHEOPS ist Technik aus Österreich mit an Bord. In der rund 46,2 Meter hohen und mehr als 300 Tonnen schweren Trägerrakete befanden sich insgesamt fünf Satelliten. Laut Plan sollte OPS-SAT an dritter Startposition gegen 14.00 Uhr freigesetzt werden. Das ESA-Weltraumteleskop CHEOPS sollte laut Plan kurz nach Mittag ausgesetzt werden.


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