Großprojekte prägen das Budget von St. Johann

In St. Johann steht auch im kommenden Jahr der Spargedanke im Vordergrund.

Das Budget der Marktgemeinde St. Johann umfasst im kommenden Jahr bereits 39,5 Millionen Euro.
© Michael Mader

Von Michael Mader

St. Johann i. T. –Der Spargedanke steht auch 2020 im Vordergrund. Mit diesen Worten präsentierte Finanzverwalter Hans Hauser in der jüngsten Gemeinderatssitzung in St. Johann den Voranschlag für das kommende Haushaltsjahr.

Die Gemeinde wachse ständig und die Betreuungszahl etwa in den Altenwohnheimen steige ständig an. „Unser laufender Aufwand kann mit den Einnahmen nicht mithalten und schmälert sozusagen unser Spielgeld“, merkte Hauser an.

In Summe umfasst das Budget 39,5 Millionen Euro. Hauser rechnet mit laufenden Einnahmen von 30,6 Mio. Euro und laufenden Ausgaben von 24,9 Mio. Euro. Die investive Gebarung umfasst Ein- und Auszahlungen aus der Investitionstätigkeit, aus der Gewährung und Rückzahlung von Darlehen und gewährten Vorschüssen sowie aus Kapitaltransfers. Sie macht 13,2 Mio. Euro aus.

Geprägt ist das künftige Budget von Großprojekten: So wird sich das Kinderbetreuungszentrum mit 4,5 Mio. Euro (Gesamtkosten 8,45 Mio. Euro) und der Bauhof mit 2,5 Mio. Euro (Gesamtkosten 3,5 Mio. Euro) niederschlagen.

Größere Brocken sind aber auch der Kanalbau mit 1,5 Mio. Euro und die Mühlbachbrücke mit 300.000 Euro. Dadurch werden sich aber auch die Schulden der Marktgemeinde erhöhen: von 5,08 Mio. Euro (per 31. 12. 2019) auf 7,28 Mio. Euro (per 31. 12. 2020). Apropos steigen: Ständig im Steigen sind naturgemäß die Personalkosten. Betrugen sie 2019 noch 5,7 Millionen Euro, rechnet man im Jahr 2020 bereits mit 6,1 Millionen Euro – ein Zuwachs von 6,7 Prozent.

Finanzreferent und Vizebürgermeister Georg Zimmermann betonte: „Dass die Gemeinde mit Handel, Gewerbe, Industrie, Tourismus und Landwirtschaft vielfältig aufgestellt ist, hat sich bewährt. So ist es immer wieder möglich, spektakuläre und notwendige Projekte umzusetzen.“

Lob für das erste Budget von Bürgermeister Hubert Almberger gab es von allen Seiten und es wurde auch betont, wie wichtig die Projekte für St. Johann seien. Almberger sprach von „sehr vielen Aufgaben, die uns auferlegt werden. Das ist ein Wahnsinn, auch die ständig steigenden Transferzahlungen werden uns in Zukunft ordentlich beschäftigen.“


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