Russland beschlagnahmte japanische Fischereischiffe

Russland hat fünf japanische Fischereischiffe vor der Küste der nördlichen Insel Hokkaido beschlagnahmt. Die Fangschiffe seien zu einer der zwischen Russland und Japan umstrittenen Kurilen-Inseln gebracht worden, berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Mittwoch unter Berufung auf Regierungsquellen.

Russische Behörden vermuteten Unstimmigkeiten zwischen den realen und den registrierten Fangmengen, berichtete Kyodo. Das japanische Außenministerium legte wegen des Vorfalls vom Dienstag Beschwerde in Moskau ein. An diesem Donnerstag ist ein Treffen des japanischen Außenministers Toshimitsu Motegi mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow in Moskau geplant.

Die Kurilen liegen zwischen der russischen Halbinsel Kamtschatka und Hokkaido. Russland hatte die Inselkette zum Ende des Zweiten Weltkriegs besetzt und verwaltet sie noch heute. Japan erhebt Anspruch auf die vier südlichen Inseln. Wegen des Streits haben beide Länder bis heute keinen Friedensvertrag unterzeichnet.

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