Energiebeirat soll Lienz voranbringen

Wie vier andere Osttiroler Gemeinden will sich die Stadt am „e5“-Landesprogramm für Energiebewusstsein beteiligen.

„Auch unsere Stadt Lienz soll wenigs­tens einen kleinen Beitrag zur Energieeffizienz im Land leisten.“ - Elisabeth Blanik (Bürgermeisterin)
© Christoph Blassnig

Von Christoph Blassnig

Lienz –Assling, Dölsach, Innervillgraten und Virgen befinden sich im Kreis jener 50 Tiroler Gemeinden, die am e5-Programm des Landes teilnehmen. Der Gemeinderat der Stadt Lienz hat in seiner Sitzung am Dienstag einstimmig die Aufnahme von Gesprächen beschlossen, um sich ebenfalls wieder am Landesprogramm beteiligen zu können. Im ersten Halbjahr 2020 sollen die dafür notwendigen Schritte gesetzt werden.

Schon im Jahr 1993 ist in der Stadt Lienz ein Energiebeirat gegründet worden. Unter externe­r Begleitung von Energie Tirol haben Fachleute aus der Bevölkerung an der Verbesserung der Energienutzung in der Stadt gearbeitet. Von 1998 bis 2001 war die Stadtgemeinde auch Mitglied des Tiroler e5-Landesprogrammes für energieeffiziente Gemeinden. Nach der Verleihung von drei von fünf erreichbaren „e“ kam der Ausstieg.

„Wir haben im Jahr 2001 aus Budgetgründen zwar den formalen Rahmen dieses Programmes verlassen, aber den inhaltlichen nicht“, führte Oskar Januschke, Leiter des Stadtmarketings, auf Bitte des Lienzer Gemeinderates kurz aus. „2001 gelang mit der Gründung der Stadtwärme ein Meilenstein, 2002 haben wir unseren ersten Workshop zur Lufthygiene durchgeführt, 2003 haben wir den ersten internationalen autofreien Tag abgehalten. 2004 haben wir die Radwegunterführung gebaut, 2009 gab es die erste Elektrorad-Förderung, 2010 haben wir am internationalen Winterdienst-Contest teilgenommen. Man sieht, wir haben diese Themen bis zu den Radausstellungen am Johannesplatz immer weiter gespielt, bis jetzt“, erläuterte Januschke.

GR Gerlinde Kieberl (GUT) hat den Antrag eingebracht. GR Christian Steiniger (ÖVP)meinte angesichts der langen Liste an Erfolgen: „Wir haben den Klimaschutz schon gemacht, bevor er erfunden worden ist.“ In einen zu gründenden Energiebeirat seien auch Ausschussobleute mit einzubinden. BM Elisabeth Blanik nannte das in Bau befindliche Mobilitätszentrum und den Regiobus in Verbindung mit der Neuaufstellung des öffentlichen Personennahverkehrs im Bezirk zwei aktuelle Projekte, die ebenfalls mit Energienutzung zu tun hätten. „Wir werden noch so froh sein, dass wir so ein Grundgerüst an öffentlichem Nahverkehr im Bezirk haben. Die Zeiten könnten noch turbulenter werden.“ Pendlern etwa stünden spannende Zeiten bevor, meinte Blanik.

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