St. Johanner Kinderzentrum wird teurer als geplant

Um Fördermittel zu bekommen, mussten die Flächen vergrößert werden. Die Kosten belaufen sich nun auf 8,45 Millionen Euro netto.

So soll das Kinderbetreuungszentrum nach der neuesten Visualisierung der Architektengruppe P3 aussehen.
© Architektengruppe P3

Von Michael Mader

St. Johann i. T. –Die ganzen Kosten werden zwar erst im Sommer 2020 vorliegen, doch schon jetzt ist sicher, dass das neue Kinderbetreuungszentrum in St. Johann teurer wird als geplant. Grund sind nicht etwa gestiegene Baukosten, sondern laut der betreuenden Firma „Gemnova“ eine Forderung der Abteilung Elementarbildung nach einer Flächenvergrößerung von neun Prozent. Dies sei Grundlage für die Ausschüttung von Fördermitteln. Während die Kosten Ende 2018 mit 7,95 Millionen Euro netto angegeben wurden, genehmigten die Gemeinderäte in der jüngsten Sitzung nun eine Gesamtsumme von 8,45 Millionen Euro netto. Enthalten sind darin aber nicht nur die Abdeckung der geforderten Flächenvergrößerung, sondern auch die Zusatzkosten für die Ausführung des Baus im Klimaaktivstandard „Gold“ sowie eine Reserve von 350.000 Euro. Derzeit gehen die Verantwortlichen von einer Förderquote von 32 Prozent aus.

Allerdings hat die eigens gegründete Projektgruppe auch nach Einsparungsmöglichkeiten gesucht: So überstiegen etwa die Angebote der Haustechnikgewerke die geschätzten Kosten um ca. 500.000 Euro. Bei gleichbleibendem Gebäudestandard konnte etwa durch den Entfall von Wartung und Bohrungen, die schon in anderen Positionen enthalten sind, Geld eingespart werden – in Summe etwa 145.000 Euro. Nicht verzichten wollten u. a. die Architekten auf den Klima­aktivstandard, der in der ursprünglichen Schätzung nicht enthalten war und sich mit 150.000 Euro zu Buche schlägt. „Dann hätten wir Plastikfenster und es betrifft u. a. auch die Lüftung. Das alles wäre mit einem Qualitätsverlust verbunden“, merkte Architekt Gottfried Heugenhauser an. „Das Raumklima muss passen, das muss es uns wert sein. Hier sind dann 300 Kinder und 40 bis 50 Betreue­r untergebracht“, sagte Gemeinderätin Andrea Hauser.

Dem konnten sich nach längerer Diskussion schlussendlich alle Mandatare anschließen. Bürgermeister Hubert Almberger versprach, dahinter zu sein, „dass wir die Kosten einhalten“. Baustart ist im März 2020.

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