Aschenwald reist als Podestspringer zur Tournee-Generalprobe an

Neben dem Hochkaräter Stefan Kraft hat sich Philipp Aschenwald früh in dieser Saison zu einem Podest-Springer im ÖSV-Team gemausert. Der Vierschanzentournee und ihrer Generalprobe im schweizerischen Engelberg am Wochenende blickt der Tiroler entspannt entgegen.

Philipp Aschenwald, Michael Hayböck und Gregor Schlierenzauer blicken der Tournee-Generalprobe in Engelberg mit Spannung entgegen.
© gepa

Engelberg – In Finnland hat es Klick gemacht. „In Ruka ist mir der zweite Durchgang richtig gut geglückt. Das Gefühl war richtig intensiv, sodass ich mir die Position richtig gut gemerkt habe“, sagte Aschenwald vor dem letzten Formtest vor dem Höhepunkt.

Nach diesem Premieren-Stockerlplatz von Ruka (2.) ist Aschenwald ein weiteres Mal auf dem Podest (3. in Nischnij Tagil) und danach knapp daneben (4. Klingenthal) gelandet. Die Anfahrtsposition hat sich bei ihm eingebrannt. „Visuell ist das brutal schwer nachzuvollziehen, aber für mich fühlt sich das richtig gut an. Ich kann in der Position brutal viel Zug machen. Und ich denke, ich kann das jetzt relativ stabil so abrufen.“

Ein großer Sprücheklopfer ist der 24-Jährige nicht, gestiegenes Selbstvertrauen lässt ihn aber den nächsten, wichtigen Wochen gelassen entgegen blicken. „Ich muss keine Wunder vollbringen, um weit zu springen. Ich kann es einfach halten, weil ich weiß, wo ich umgehen muss, damit lässige Sprünge rausschauen.“

Felder hält den „Flow aufrecht“

Das sechsköpfige ÖSV-Team reiste am Donnerstag in unveränderter Besetzung in die Schweiz, wo am Samstag (16.00 Uhr) und Sonntag (15.00) die Tournee-Generalproben auf dem Programm stehen. Cheftrainer Andreas Felder hat wenig Grund zu Veränderung. Er will „den Flow weiter aufrecht halten, der aktuell in der Mannschaft ist.“

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Die Groß-Titlis-Schanze (HS140) von Engelberg taugt Aschenwald laut eigenem Bekunden sehr, auch wenn er dort im bisher einzigen Versuch 2018 (37.) keine Weltcup-Punkte geholt hat. Gewonnen hat er dort allerdings schon - im Vorjahr im zweitklassigen Continental-Cup.

Neben Aschenwald war zuletzt vor allem Kraft für die rot-weiß-roten Glanzlichter zuständig. Der Salzburger hat auch heuer schon gewonnen (Nischnij Tagil), im Weltcup ist er hinter dem japanischen Titelverteidiger Ryoyu Kobayashi (Engelberg-Sieger von 2018) derzeit die Nummer zwei. Dahinter haben Gregor Schlierenzauer und Daniel Huber mit Top-fünf-Ergebnissen ihr Potenzial schon angedeutet und dafür gesorgt, dass Österreich derzeit die Nationenwertung 248 Punkte vor Norwegen anführt.

Das Duo springt mit guten Erinnerungen in Engelberg ab: Huber holte dort im Vorjahr seinen ersten und einzigen Stockerlplatz (3.). Schlierenzauer hat dort bereits viermal gewonnen (2006, 08, 09, 12). Und der seine Form suchende Michael Hayböck tritt als bisher letzter österreichischer Engelberg-Sieger (2016) an. (APA)

ÖSV-Aufgebot Engelberg: Philipp Aschenwald, Michael Hayböck, Daniel Huber, Jan Hörl, Stefan Kraft, Gregor Schlierenzauer


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