Weihnachten beschert Tirol einen Urlauber-Höhepunkt

Am Wochenende wird der erste Urlauberansturm erwartet. Stammgäste sorgen für volle Hotelbetten. Nächtigungszahlen sind auf Vorjahresniveau.

Die Tiroler Touristiker sind mit der aktuellen Buchungslage sehr zufrieden. Im Schnitt bleiben die Gäste fünf Tage
© thomas boehm

Innsbruck –Die Wintersaison hat im Tiroler Tourismus zwar längst begonnen, ab dem kommenden Wochenende wird sie aber auf ihren ersten Höhepunkt zusteuern, wie ein TT-Rundruf in den Tiroler Ferienregionen zeigt. Weil der Heilige Abend auf den Dienstag fällt, dürften viele Gäste bereits vor Weihnachten anreisen. „Die Buchungslage für die Weihnachts- und Neujahrstage ist gut. Die Weihnachtsferien bilden traditionell einen ersten Höhepunkt der Wintersaison“, berichtet Tirol-Werbung-Chef Florian Phleps.

Die steile Entwicklung der Buchungen während der Feiertage zeigt eine Auswertung des Tourismusverbandes Mayrhofen-Hippach für die TT. So beträgt die Auslastung der Beherbergungsbetriebe in der Region am heutigen Freitag noch 60 Prozent, steigt bis zum Heiligen Abend auf knapp 83 Prozent und findet ihren Höhepunkt zum Jahreswechsel mit 98 Prozent. „Von Vollauslastung will ich aber nicht sprechen. Für Kurzentschlossene finden wir sicher auch noch Unterkünfte“, sagt der Mayrhofner TVB-Obmann Andreas Lackner.

Üblicherweise sind die Gäste, die während der Feiertage ihren Urlaub in Tirol verbringen, Frühbucher, sagt Kitzbühel-Tourismus-Geschäftsführerin Viktoria Veider-Walser. „Wir haben während der Feiertage über 80 Prozent Stammgäste“, sagt Veider-Walser, die sich ebenfalls „sehr zufrieden“ mit der Auslastung der Betriebe zeigt. In der Region begrüßt man überwiegend Gäste aus Deutschland, Österreich und Großbritannien.

Vor allem „der Silvestergast ist oft ein Stammgast, bucht oft bereits bei der Abreise wieder“, weiß Oliver Schwarz, Geschäftsführer des Ötztal-Tourismus. Daher würden Schneesituation und Wetter für diese Gäste eine eher untergeordnete Rolle spielen. Die Stammgäste würden jedoch „die Schneesicherheit aufgrund der Höhenlage des Ötztals“ schätzen, sagt Schwarz, der dementsprechend auf eine „gute Buchungslage“ blickt.

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Skifahren gehöre laut den Touristikern für die meisten Tirol-Besucher dazu, zu Weihnachten gehe es aber auch um das „zur Ruhe kommen, fernab vom Weihnachtsstress, und das Besinnen und Ankommen“, erklärt Victoria Ranacher-Lackner vom TVB-Osttirol. Die Auslastung der Betriebe in Osttirol sei „ausgezeichnet“. Einen zusätzlichen Schub für die Osttiroler Gastronomen bringen die alpinen Weltcuprennen am 28. und 29. Dezember in Lienz.

In der Landeshauptstadt Innsbruck gibt es rund um Weihnachten noch freie Betten, sagt Karin Seiler-Lall, Chefin des TVB Innsbruck. Silvester sei für die Innsbrucker Tourismusbetriebe „deutlich wichtiger“ und auch bereits „sehr gut gebucht“.

Laut dem Kitzbüheler Incoming-Reisebüro Eurotours bleiben die Gäste während der Feiertage im Schnitt fünf Tage und damit einen Tag länger als im Schnitt über das gesamte Tourismusjahr. Vor allem Urlauber aus Deutschland, Österreich und den Niederlanden hätten sich wieder für einen Urlaub in Tirol entschieden.

Bis Oktober wurden in Tirol nach vorläufigen Zahlen rund 44,45 Mio. Nächtigungen erzielt und damit nur geringfügig weniger als im selben Zeitraum des Rekordjahres 2018 (44,49 Mio.) Auf den Dezember entfielen im Vorjahr 4 Millionen Nächtigungen. (ecke)


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