Haarig und faltig: Darsteller für „Herr der Ringe“-Serie gesucht

Für eine neue „Herr der Ringe“-Serie suchen zwei neuseeländische Castingagenturen Statisten, die nicht unbedingt dem gängisten Schönheitsideal entsprechen.

Gollum.
© Warner Bros.

Innsbruck — Man muss nicht unbedingt dem gängigen Schönheitsideal entsprechen, um auf der Leinwand groß rauszukommen: Wer besonders behaart, faltig und zahnlos ist, hat dennoch beste Chancen auf eine Rolle in der für Amazon-TV geplanten „Herr der Ringe"-Serie.

Für die Show werden noch „Orks" und „Goblins" gesucht — und die glänzen bekanntermaßen nicht mit ihrem makellosen Erscheinungsbild. Konkret gesucht werden „haarige, haarige Menschen" mit „Falten und davon bitte viele".

Die Bewerber sollen kleiner als 150 Zentimeter oder größer als 180 Zentimeter sein, heißt es etwa in einem Facebook-Posting der Agentur BGT. Wer zudem von Natur aus rotes oder weißes Haar und „viele, viele Sommersprossen" hat, dürfte beste Chancen auf den Job haben. Pro Tag werden den Statisten rund 174 Euro bezahlt.

Außerdem gesucht werden „untersetzte, gemein aussende Biker", „jonglierende Zirkusartisten" und „androgyne Männer und Frauen". Laut der Zeitung Independent sucht man von Natur aus eher ausgefallene Charaktere, um Kosten für Zeit und Make-up zu sparen. Einen Haken hat die Sache: Bewerben kann sich nur, wer in Neuseeland wohnt oder dort eine Arbeitsgenehmigung hat.

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Rechte an "Herr der Ringe" 2017 gesichert

Amazon hatte sich 2017 die weltweiten Fernsehrechte für die „Herr-der-Ringe"-Romane gesichert und die Verfilmung einer Vorgeschichte der Fantasy-Saga angekündigt. Es sind mehrere Staffeln geplant. In den kommenden Monaten werde in der Stadt Auckland mit den Dreharbeiten begonnen, teilte die Produktionsgesellschaft Amazon Studios Mitte September mit.

„Der Herr der Ringe" gehört zu den erfolgreichsten Werken der Literaturgeschichte. Die dreiteilige Verfilmung („Die Gefährten", 2001; „Die zwei Türme", 2002; „Die Rückkehr des Königs", 2003) gewann 17 Oscars. Sie spielte weltweit annähernd drei Milliarden US-Dollar ein. (TT.com/reh)


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