Drei Tote nach Schießerei nahe Moskauer Geheimdienstzentrale

Bei einer Schießerei im Zentrum Moskaus sind einem Medienbericht zufolge drei Menschen getötet worden. Der Vorfall habe sich am Donnerstagabend in der Nähe des Hauptquartiers des Inlandsgeheimdienstes FSB ereignet, berichtete die Zeitung „Iswestia“ unter Berufung auf einen Informanten. Der Angreifer sei „neutralisiert worden“. Die Hintergründe sind unklar.

Der FSB arbeite nun daran, die Identität des Schützen festzustellen. Laut der Nachrichtenagentur Interfax wurden etliche weitere Personen verletzt. Das Motiv für die Schießerei blieb zunächst unklar. Auch gab es vorerst keine offizielle Bestätigung. Augenzeugen zufolge begann die Schießerei um 17:40 Uhr Ortszeit. Fünf Krankenwagen hätten den Tatort verlassen, der von der Polizei abgeriegelt worden sei.

Ein Unbekannter habe das Feuer in der Nähe des auf der Boschaja-Lubjanka-Straße gelegenen FSB-Hauptquartiers eröffnet, erklärte der Geheimdienst mehreren Nachrichtenagenturen zufolge. Auf Videoaufnahmen im Internet waren bewaffnete Männer zu sehen, die aus den Geheimdienst-Büros gerannt kamen, während Schüsse zu hören waren. Zudem war zu sehen, wie Polizisten durch ein belebtes Geschäftsviertel im Zentrum Moskaus liefen.

Ein AFP-Korrespondent berichtete von vor Ort, dass Polizisten das Gebiet abriegelten hätten und auch keine Fußgänger in die Nähe des Tatorts ließen. Die Moskauer Verkehrsbehörde teilte via Twitter mit, die Bolschaja-Lubjanka-Straße sei für den Verkehr gesperrt worden. Der Vorfall ereignete sich einen Tag, bevor in Russland der jährliche Tag der Geheimdienste begangen wird.

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