Angriff auf FSB-Geheimdienstzentrale in Moskau

Bei einem bewaffneten Angriff vor dem Sitz des russischen Geheimdienstes FSB in Moskau ist am Donnerstag ein Mitarbeiter des Inlandsgeheimdienstes getötet worden. Das berichteten russische Staatsmedien am Abend unter Berufung auf den FSB. Der Geheimdienst berichtete demnach von einem Schützen, der das Feuer vor der Geheimdienst-Zentrale eröffnet habe und dann „ausgeschaltet“ worden sei.

Das Gesundheitsministerium teilte mit, dass mindestens fünf Menschen verletzt worden seien, darunter auch zwei Geheimdienst-Mitarbeiter. Ein Unbekannter habe das Feuer vor dem FSB-Hauptquartiers auf der Bolschaja-Lubjanka-Straße im Zentrum Moskaus eröffnet, erklärte der Geheimdienst mehreren Nachrichtenagenturen zufolge.

Russische Medien berichteten von insgesamt drei Toten. Augenzeugen zufolge begann die Schießerei um 17:40 Uhr Ortszeit. Fünf Krankenwagen hätten den Tatort verlassen, der von der Polizei abgeriegelt worden sei.

Die Identität des Täters werde noch ermittelt, hieß es. Er hat nach FSB-Angaben allein gehandelt. Der Vorfall ereignete sich einen Tag, bevor in Russland der jährliche Tag der Geheimdienste begangen wird. Ein Insider vermutete außerdem einen Zusammenhang mit der Rede von Präsident Wladimir Putin, die er am Donnerstag zum Jahresabschluss hielt.

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