Wechsel bei den Grünen in St. Johann

Andreas Schramböck (Grüne) übernimmt den Gemeinderatssitz von Maria Strele in St. Johann. Ihre Bilanz fällt durchwachsen aus.

Maria Strele übergibt ihren Gemeinderatssitz symbolisch an den Listenzweiten Andreas Schramböck.
© Michael Mader

Von Michael Mader

St. Johann i. T. –Die Grünen-Gemeinderätin Maria Strele legt mit 23. Dezember ihr Mandat nieder, wirksam wird dies dann eine Woche später. Aus privaten Gründen, sie übersiedelt nach Wien.

Ihr folgt Parteikollege Andreas Schramböck nach, der auch der Ortspartei vorstehen und im Umweltausschuss vertreten sein wird. „Er wird aber nicht, so wie ich, die Leitung des Umweltausschusses übernehmen. Das macht als kleinste Fraktion gegen eine ÖVP-Mehrheit keinen Sinn“, erklärt Strele, deren Bilanz der vergangenen Jahre durchaus durchwachsen ausfällt.

Alleine als Grünen-Mandatarin im Gemeinderat zu sitzen, sei sehr demotivierend gewesen. „Wenn es nur irgendwie geht, wird nichts herausgegeben“, spricht sie von einer „Geheimdiplomatie“ zwischen dem Gemeindeamt und der Bürgermeister-Fraktion und erinnert an das „Theater“ mit der Datenschutzgrundverordnung, als sie plötzlich keine Unterlagen mehr mitnehmen durfte. Trotzdem sei sie immer sehr konstruktiv gewesen und habe sich sehr zurückgehalten.

Was ihr besonders missfallen habe, war ein Projekt, das im nichtöffentlichen Teil des Gemeinderates besprochen worden ist: „Der Bodenfonds kauft in Richtung Weitau rund 15 Hektar Flächen und entwickelt gemeinsam mit der Gemeinde ein Gewerbegebiet.“ Sie war völlig überrascht, hatte vor der Sitzung nicht einmal davon gehört, sollte aber darüber abstimmen. Als sehr positiv bewertet sie zumindest u. a. die Installierung eines eigenen Umweltreferats in der Gemeinde. Das sei nur verwirklicht worden, weil sie so „lästig“ gewesen sei.

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Schramböck führt aber auch noch weitere positive Projekte dieser Periode an: das e5-Programm, das Sattelfest, den Baumkataster, das Car-Sharing und die Schulsozialarbeit.


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