Diskussionen zum Umbau des Alpenhotel in Kitzbühel

Heinz Schultz hat große Pläne mit dem Hotel am Schwarzsee. Der Gemeinderat steht dem Projekt grundsätzlich positiv gegenüber.

So soll das Alpenhotel am Schwarzsee in Kitzbühel nach dem Umbau aussehen. Visualisierung.
© Mitterer

Von Harald Angerer

Kitzbühel –Es ist einer der sensibelsten Bereiche in Kitzbühel – der Schwarzsee. Immer, wenn hier etwas geschieht, sind die Kitzbüheler besonders aufmerksam. So auch jetzt. Der Zillertaler Unternehmer Heinz Schultz möchte das Alpenhotel umbauen, zum Hotel gehört auch das Bistro und eine Badeanstalt. Von „Schwarzsee zubetonieren“ war im Vorfeld bereits die Rede, am Donnerstagabend musste sich nun der Kitzbüheler Gemeinderat mit dem Projekt befassen und dabei wurden die Details bekannt.

Das Gebäude soll erweitert und aufgestockt werden. Damit sollen in Zukunft 70 statt bisher 48 Zimmer und 150 statt 104 Betten Platz finden. Weiters wird das Bistro am See saniert und die Umkleideanlage mit den Kabinen aufgestockt, darauf sollen ebenfalls Zimmer errichtet werden.

Seit einigen Monaten ist die Stadt in Verhandlungen mit Schultz, wie Bürgermeister Klaus Winkler (VP) berichtet. Für ihn gilt es zwei Dinge zu klären, zum einen, ob das Projekt landschaftlich verträglich ist, und zum zweiten gelte es, die Rechte der Kitzbüheler zu wahren und sogar zu erweitern. So gibt es mehrere Servitute auf dem Grundstück, welche zum Beispiel das Begehen betreffen.

Knackpunkt ist der Badebereich. Hier hat das Alpenhotel seit 1902 das Recht, den Schwarzsee zu nutzen, es besteht aber keine Verpflichtung, eine Badeanstalt zu betreiben. Diese will Winkler aber gesichert wissen. Auch hat die Stadt darauf bestanden, dass zum Hotel ein Mitarbeiterhaus errichtet werden muss. Dieser Forderung kommt Schultz mit einem Anbau nach.

„Grundsätzlich ist das ein schönes Projekt, aber der Schultz ist kein Wohltäter“, sagt dazu FPÖ-Gemeinderat LA Alexander Gamper; für ihn ist deshalb die naturschutzrechtliche Prüfung ausschlaggebend. Die Gutachten zum Projekt seien aber den Unterlagen für die Gemeinderäte nicht beigelegen, daher könne man nicht für die Raumordnungsänderung und die Umwidmungen stimmen. Auch GR-Kollege Manfred Filzer (UK) schlägt in dieselbe Kerbe. Es hätten schon wiederholt Unterlagen gefehlt. Die Gutachten seien zwar erst knapp eintroffen, aber positiv, betont dazu Stadtbaumeister Stefan Hasenauer.

Für GR Rudi Widmoser (Grüne) geht es zu schnell. „Ich konnte mich erst seit zwei Tagen damit beschäftigen und würde mir eine Verschiebung wünschen“, sagt Widmoser. Winkler ließ daraufhin einen Grundsatzbeschluss fassen, dass der Gemeinderat dem Vorhaben grundsätzlich positiv gegenübersteht. Wenn alle Unterlagen und Zusagen da sind, soll in der nächsten Sitzung die Entscheidung fallen. Diese Vorgangsweise wurde einstimmig befürwortet.


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