In Zell am Ziller entsteht ein neues Luxus-Hotel

Die Familie Binder-Egger baut vis-a-vis ihres Posthotels ein Hotel mit 70 Betten in kompletter Holzbauweise. Es soll mindestens fünf Sterne tragen.

Blick von der Rohrerstraße auf das in Bau befindliche Hotel. Richtung Straße setzt man auf Lärmschutz, was das Gebäude wuchtig wirken lässt.
© Dähling

Zell a. Z. –Braucht das Zillertal noch mehr Gästebetten? Im Luxussegment schon. Das ist zumindest die Meinung des Zeller Bürgermeisters Robert Pramstrahler, in dessen Gemeinde derzeit auf 3500 m² ein neues Fünf-Sterne-Hotel mit 20.000 m³ umbauter Fläche entsteht. Reinhard Binder (Binderholz) und seine Frau, die Gemeinderätin und Hotelierin Christina Binder-Egger, errichten es nach Plänen des italienischen Stararchitekten Matteo Thun vis-a-vis ihres Posthotels zwischen Intersport Strasser und Autohaus Huber. „Malis Garten“ soll es heißen, in Anlehnung an die Vorbesitzerin des Grundstücks.

„Es entsteht in kompletter Holzbauweise. Auch Stiegen und Liftschächte sind aus Massivholz“, erläutert Reinhard Binder auf Anfrage der TT. In der Schweiz und in Nordeuropa sei diese Bauweise längst Standard.

70 Betten sollen in 20 ca. 32 m² großen Standardzimmern und 15 bis zu 70 m² großen Suiten untergebracht werden. Dass ein großer Pool und eine riesige Spa- und Wellnesswelt, Yoga- und Fitnessräume in dem fünfstöckigen Bauwerk mit 35 Tiefgaragenplätzen untergebracht werden und alles großzügig geplant wird, versteht sich für ein Luxushotel fast von selbst.

„Die Ausrichtung erfolgt nach Südwesten, also Richtung Ziller, nicht Richtung Straße. Und von den 3500 m² werden 2000 m² Gartenfläche sein, wo Kräuter und Obstbäume angepflanzt werden“, lässt Binder wissen. Ein großer Teil der Außenfassade werde begrünt. In Zell gibt es bis jetzt kein Fünf-Sterne-Hotel. 2020 wird es dann zwei geben. Denn zeitgleich mit der Neueröffnung von „Malis Garten“ soll auch „DasPosthotel“ ein weiterer Stern zieren. Angeblich soll „Malis Garten“ sogar ein Fünf-Sterne-Superior-Hotel werden. „Das ist noch nicht sicher, denn durch den höheren Servicierungsgrad entstehen Zusatzkosten“, sagt Binder. Das zusätzliche Qualitätsmerkmal „Superior“ umschreibt ein „Mehr“ an Dienstleistung.

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Der Zillertaler Planungsverband, der laut Obmann Hansjörg Jäger schon so manches Hotelprojekt im Tal verhindert hat, war mit „Marlis Garten“ nie beschäftigt. Jäger: „Denn das Areal war schon als Kernzone gewidmet. Da haben wir keinen Einfluss.“ Anders sei es bei Neu- und Umwidmungen. (ad)


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