Gutes Weihnachtsgeschäft: Tiroler Handel mit starkem Umsatzplus

Die Weihnachtsumsätze im Tiroler Handel dürften üppiger ausfallen als im österreichischen Durchschnitt. Viele Sportartikel unterm Christbaum.

Auf die Tiroler Einkaufsmeilen und Shoppingzentren warten nach Weihnachten die intensivsten Einkaufstage des Jahres.
© thomas boehm

Wien, Innsbruck –„Trotz der sich abschwächenden Konjunkturlage lässt sich das Christkind offensichtlich nicht die Stimmung verderben“, zeigt sich WKO-Handelsobmann Peter Buchmüller mit dem Weihnachtsgeschäft bisher „sehr zufrieden“. Nach einem Rückgang im Vorjahr rechnet der Handel in Österreich heuer mit einem Umsatzplus von 1,5 Prozent auf 1,66 Mrd. Euro im Dezember. Das wäre ein Anstieg um 210 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr.

In Tirol gibt es für die Händler noch mehr Grund zur Freude. Während die Tiroler bei frühlingshaft warmem Wetter die letzten Besorgungen vor dem Fest erledigten, zog Alois Schellhorn, Geschäftsführer der Sparte Handel, eine erste Bilanz. „Das Umsatzplus dürfte bei uns noch stärker ausfallen“, sagte Schellhorn. Die große Bilanz gebe es zwar erst nach Silvester, wenn der Umtausch und das Einlösen der geschenkten Gutscheine abgeschlossen sind. 20 Prozent der Weihnachtsumsätze werden zwischen Weihnachten und Neujahr erzielt. Doch es zeichnet sich ab, dass sich die Tiroler Händler über ein prognostiziertes Umsatzplus von zwei bis drei Prozent über dem Vorjahr freuen können.

Die Gründe dafür sind laut Schellhorn vielfältig. So würden die Tiroler den Einkauf in Geschäften dem Bestellen bei Online-Händlern vorziehen. „Wir stellen fest, dass die Konsumenten zu Weihnachten die Kombination aus Shoppen und dem Besuch am Weihnachtsmarkt schätzen.“ Zudem schlage die Sportbegeisterung der Tiroler bei den Umsätzen durch. Österreichweit prognostiziert die WKO im Sporthandel zu Weihnachten ein Umsatzplus von vier Prozent.

Auch am Montag und am Heiligen Abend rechnet Schellhorn noch mit guten Geschäften im heimischen Handel. Vor allem die Lebensmittelhändler würden dann ihre Haupt­umsätze machen. Zudem seien noch 70 bis 80 Prozent der Tiroler und Tirolerinnen unterwegs, um letzte Weihnachtsbesorgungen zu erledigen. „Von den Lateshoppern profitieren erfahrungsgemäß vor allem die Parfümerien“, weiß Schellhorn. (ecke)


Kommentieren


Schlagworte