Kraftwerk im Stanzertal ist wieder „flüssig“

Über ein Weihnachtsgeld der anderen Art dürfen sich derzeit die Gesellschafter der Wasserkraftwerk Stanzertal GmbH freuen. Knapp fünf Jahre ...

Jahrelang kämpfte das Kraftwerk an der Rosanna (im Bild das Krafthaus in Strengen) mit Problemen. Die Durststrecke ist vorbei.
© Wenzel

Über ein Weihnachtsgeld der anderen Art dürfen sich derzeit die Gesellschafter der Wasserkraftwerk Stanzertal GmbH freuen. Knapp fünf Jahre nach Inbetriebnahme des Kraftwerks an der Rosanna werden rückgestellte Gelder ausgezahlt. „Wir sind flüssig, haben Geldreserven auf dem Konto und mit der Liquidität kein Problem", bestätigt Geschäftsführer Jakob Klimmer. Die Durststrecke dürfte vorerst vorbei sein.

Seit dem Start hatte man mit niedrigen Strompreisen gekämpft. 2018 mussten die Eigentümer zehn Millionen Euro nachschießen. Die Zinsen für die Gesellschafter­darlehen, die jährlich ausbezahlt werden sollten, wurden zurückgestellt und dem Kapital zugeführt.

Inzwischen habe sich der Markt „wesentlich verbessert. Mit dem Strompreis können wir zufrieden sein. Das Kraftwerk läuft perfekt", erklärt Klimmer. Seit heuer gibt es wieder „normale" Zinsausschüttungen. Nun werden auch die rückgestellten Gelder — in Summe zwei Millionen Euro — in zwei Tranchen ausbezahlt. Freuen dürfen sich auch fünf Gemeinden. St. Anton, Pettneu, Flirsch und Strengen, die jeweils 6,25 Prozent halten, sowie Zams mit 5 Prozent. Die Stanzertaler Kommunen bekommen heuer jeweils 68.000 Euro, Zams 55.000 Euro. „Das Geld wurde diese Woche überwiesen", so Klimmer. Beteiligungen halten außerdem die Stadt Imst, die Elektrizitätswerke Reutte sowie die EWA St. Anton.


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