Besondere Krippe im Dom zu St. Jakob: Den Papst würd‘s freuen

Neun Helfer aus Fulpmes und Axams assistierten Diözesankonservator Rudolf Silberberger beim Aufstellen der Krippe und Einheben der 70 Figuren, Tiere noch gar nicht mitgerechnet.

Diözesankonservator Rudolf Silberberger inmitten der beeindruckenden Krippe im Dom.
© Mittermayr Helmut

Von Helmut Mittermayr

Innsbruck –Bis zu Sebastian wird eine besondere Krippe im Dom zu St. Jakob in Innsbruck aufgestellt sein. Für Nicht-Namenstag-Heiligen-Verinnerlicher – damit ist der 20. Jänner gemeint.

Samstagnachmittag wuselte es im rechten Seitenschiff des Doms. Neun Helfer aus Fulpmes und Axams assistierten Diözesankonservator Rudolf Silberberger beim Aufstellen der Krippe und Einheben der 70 Figuren, Tiere noch gar nicht mitgerechnet. Seine Aufwartung machte auch Herwig van Staa, Präsident der österreichischen Krippenfreunde. So entspann sich schnell ein munteres Fachgespräch zur Medraz-Krippe (aus Fulpmes) über barocke Einflüsse oder überlange Hälse der Kamelfiguren nach Vorbild Rubens bis hin zu Tiroler Krippen im Wettbewerb mit neapolitanischen und sizilianischen. Gar nicht zu reden von papierenen.

Die barocke Domkrippe sei jedenfalls typisch für die Zeit um das Jahr 1800. Krippenberg und Krippenstadt hatten Rudolf Silberberger und Stefan Lanthaler vor Jahren nach historischem Vorbild rekonstruiert. Die barocken Figuren mit Wachsköpfen und textiler Bekleidung sind Eigentum der Domkirche, die Krippe gehört der Pfarre Fulpmes.

Wichtig sind Silberberger aktuelle Worte von Papst Franziskus, der Weihnachtskrippen als „lebendiges Evangelium“ bezeichnet. In Erinnerung an Franz von Assisi als Ursprung der Krippentradition, der 1223 erstmals Szenen der Geburt Jesu mit Menschen und Tieren nachgestellt hatte, ruft Franziskus auf, den Brauch zu pflegen.

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